„Kurioses aus Geld und Wirtschaft“ – Teil 4

Journal — By on 17. März 2016 12:17

Unsere Serie „Kurioses aus Geld und Wirtschaft“ geht in die vierte Runde: heute erläutern wir Ihnen, welchen Einfluss der eigene Nachname auf das Kaufverhalten von Personen haben kann und warum der Popcornkonsum von Kinogängern zeigt, wie es der Wirtschaft geht.


Wie der Nachname das Kaufverhalten bestimmt

a-zWir haben in unserem Blog bereits über Phänomene aus der Verhaltensökonomie berichtet. Wie agieren Menschen unter verschiedenen Gesichtspunkten in Sachen Geldanlage? In den USA fand eine Studie etwas Erstaunliches heraus: offenbar trägt der Nachname eines Menschen dazu bei, wie schnell er sich in bestimmten Situationen entscheidet…

Sie kennen das Phänomen vielleicht aus der Schule oder aus dem Turnverein: „Sie werden jetzt alphabetisch aufgerufen und kommen dann bitte nach vorne“, woraufhin sich Herr Albrecht bereits zum Aufstehen bereit macht, während sich Frau Zimmermann mehr oder weniger geduldig in ihrem Stuhl zurücklehnt.

Der Anfangsbuchstabe macht viel aus

Die US-Ökonomen Kurt Carlson und Jacqueline Conard führten eine Studie durch, durch die sie den Zusammenhang von Nachnamen der Teilnehmer und deren Verhalten in bestimmten Situationen aufzeigen wollten. Sie beobachteten 1200 Studenten und wiesen nach, dass diejenigen, deren Nachnamen mit den Anfangsbuchstaben R-Z beginnen, fünf Minuten früher auf Gratisangebote reagierten als Teilnehmer mit den Anfangsbuchstaben A-I.

Wer zuerst kommt, malt zuerst

Die Forscher erklären diesen Umstand anhand des oben aufgeführten Beispiels: die Träger der Nachnamen mit Anfangsbuchstaben im hinteren Bereich des Alphabetes tragen – bewusst oder unbewusst – das Gefühl in sich, grundsätzlich zu kurz zu kommen und „hinten anzustehen“. Die Möglichkeit, ein Angebot anzunehmen ohne warten zu müssen, bis man offiziell dran ist, nutzen viele von ihnen deshalb sehr schnell.

Lesen Sie hier mehr über das menschliche Verhalten in Sachen Geldanlage.

Quellen: Wikipedia, eigene Recherche, Schotts Sammelsurium Geld & Wirtschaft


Seltsame Wirtschaftsindizes

Es existieren einige skurrile Indikatoren, die angeblich oder tatsächlich auf die aktuelle Situation der Wirtschaft schließen lassen. Wir haben bereits über einige von ihnen in einem früheren Beitrag berichtet. Dass die Kellnerinnen immer hübscher werden je schlechter es der Wirtschaft geht, wissen Sie vielleicht schon. Doch wussten Sie auch, dass Bartwuchs scheinbar ein Indikator für eine schlechte Wirtschaftslage ist?

Viel Bart, wenig Geld?

bartBei vielen Männern kann man es beobachten: Vollbärte scheinen momentan „en vogue“ zu sein. Ein u.a. im Jahre 2009 aufgetretenes Phänomen ließ darauf schließen, dass in Krisenzeiten die Arbeitslosigkeit dafür sorgt, dass sich immer weniger Männer Rasierutensilien leisten können und somit sichtbar aufs Trimmen verzichten – wozu auch, sie müssen sich schließlich nicht für die Arbeit rausputzen.

Popcornumsatz steigt – Wirtschaft schließt sich an

Ebenfalls in 2009 verglich eine britische Kinokette den Popcornkonsum der Besucher mit dem FTSE-Aktienindex. Erstaunlicherweise konnten die Betreiber feststellen, dass ihre hauseigene Popcornstatistik ein ziemlich genaues Abbild der Wirtschaftsentwicklung darstellte und sie zeitweise sogar „voraussah“. Auch in anderen EU-Ländern wie zum Beispiel Spanien ließ sich dieses Phänomen beobachten. Nur nicht in Italien und Deutschland. Wieso nicht? Vielleicht essen die meisten Kinobesucher in diesen beiden Ländern ja lieber Chips oder Eiskonfekt :)

Weitere kuriose Wirtschaftsindikatoren finden Sie hier.

Quellen: Wikipedia, eigene Recherche, Schotts Sammelsurium Geld & Wirtschaft

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"Kurioses aus Geld und Wirtschaft" - Teil 3
"Kurioses aus Geld und Wirtschaft" - Teil 5
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