Immobilienpreise: Große Unterschiede bei Preisniveau und -dynamik.

Branchen-News — By on 2. April 2014 08:44

Es ist kein Geheimnis mehr, dass sich die Preise von Immobilien in Deutschland alles in allem nach oben bewegen. Aber die Unterschiede von Region zu Region sind sowohl bei den Preisniveaus als auch den Entwicklungen erheblich.

Darauf macht der Deutsche-Bank-Research in einer aktuellen Meldung aufmerksam. Die Unterschiede bestehen nicht nur zwischen Ballungszentren und ländlichem Raum: „Auch städtische Immobilienmärkte entwickeln sich teils sehr heterogen und zeigen zunehmende Divergenzen.“ (Nur 6% der Kapitalanleger würden in ländlichen Lagen investieren.)

Der Osten und das Ruhrgebiet hinken hinterher

preisschereAugenscheinlich sind die Unterschiede, wenn man zum Beispiel die Preisentwicklung bei Eigentums-Wohnungen der 126 wichtigsten Städte in den Blick nimmt (siehe Grafik).

Auf der einen Seite weisen etliche Städte in den letzten Jahren eine sehr dynamische Preisentwicklung auf, dazu gehören München oder Hamburg, aber auch einige Zentren insbesondere im süddeutschen Raum. Auf der anderen Seite sind in einigen Städten die Preise heute niedriger als vor fünf Jahren – zum Beispiel in manchen Städten im Osten Deutschlands sowie im Ruhrgebiet.

Die große Mehrheit der deutschen Städte wies jedoch 2013 Preissteigerungen gegenüber 2012 auf. „Es finden sich aber auch rund 30 Orte, in denen die Preise gegenüber dem Vorjahr konstant blieben.“ (DB-Research)

München 6 x so teuer wie Gera

Mit anderen Worten: Die Preisschere in Deutschland öffnet sich mehr und mehr. In München muss man 6x mehr pro Quadratmeter zahlen als am anderen Ende der Skala, wie etwa in Gera oder Plauen. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 war der Faktor mit 2,6 (gegenüber aktuell 6) noch deutlich geringer.

Dieser Trend zeichnet sich bereits seit längerem ab und hat sich in jüngster Vergangenheit verstärkt. 2008 unterschieden sich die teuersten und die günstigsten Städte bereits um den Faktor 4. Was sind die Gründe dieser Entwicklung? Der DB-Research sieht „strukturelle Treiber, die bestimmte Städte zunehmend beliebter werden lassen. Die steigende Nachfrage nach Wohnraum an bestimmten Orten trifft wiederum auf ein begrenztes bzw. nur verzögert reagierendes Wohnungsangebot, was wiederum ausgeprägte Preissteigerungen an den jeweiligen Orten befördert.“

Das Auseinanderdriften der Preise hat zumindest drei Folgen:

  1. Landesweite Durchschnittswerte verlieren etwas an Aussagekraft wegen der relativ großen Streuung und möglichen „Ausreißern“.
  2. Die Zahlen weisen auf zugrundeliegende Unterschiede in den „Wohn- und damit auch Lebensverhältnissen in Deutschland“ hin – hier ist die Politik gefragt.
  3. Die Städte müssen sich unterschiedlichen Herausforderungen stellen, auf die sie regionale Antworten finden müssen.

Wohnimmobilien in Kassel: Hohe Nachfrage sorgt für steigende Preise und Mieten

Die Preise auf dem Kasseler Wohnimmobilienmarkt entwickeln sich auf einem stabilen bis steigenden Niveau. Während für Ein- und Zweifamilienhäuser im ersten Halbjahr 2013 im Vergleich zu 2012 die Preise in den sehr guten Lagen gleich blieben, haben die Quadratmeterpreise von Eigentums-Wohnungen zugelegt. Angesichts der positiven wirtschaftlichen Entwicklung ist für das Jahr 2014 eine weiterhin erhöhte Nachfrage nach Wohnimmobilien in Kassel zu erwarten. (HIER)

Quelle: www.dbresearch.de, Markterhebung Engel & Völkers

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