Deutsche Hypo Immobilienklima 01/2026: Verhaltener Jahresauftakt

Deutsche Hypo Immobilienklima 01/2026

Nach einem herausfordernden, zugleich stabilisierenden Jahr 2025 sorgt vor allem das konstante Zinsniveau für eine sichere Basis der Kalkulationen im neuen Jahr. Die Preisfindung funktioniert wieder und Investoren können entschiedener agieren. Auf dieser Basis rückt 2026 stärker die strategische Weiterentwicklung der Immobilienbestände in den Vordergrund.

Nachhaltigkeit ist längst keine Option mehr – ESG ist Voraussetzung für Vermietbarkeit, Finanzierbarkeit und langfristige Wertentwicklung. Der „Flight to Quality“ prägt die Nachfrage – nur hochwertige, ESG‑konforme Immobilien werden im Wettbewerb überzeugen. Der Büromarkt mit seiner Zweiteilung zeigt dies deutlich. Während sich zukunftsfähige Objekte in guten Lagen behaupten, steigen die Leerstandrisiken für nicht ESG-konforme Objekte in weniger gefragten Lagen.

Das operative Management gewinnt in diesem Jahr an Bedeutung, etwa bei Brown-to-Green-Strategien oder aktivem Mietermanagement. Die Flächenknappheit bei modernen Flächen verschärft sich, denn die Neubaupipeline ist nahezu leer. Politische Impulse wie der „Bauturbo“ könnten allerdings Impulse setzen.

Trotz aller Herausforderungen fällt mein Ausblick auf das Jahr 2026 positiv aus, denn die Voraussetzungen für eine Marktbelebung sind gegeben. Stabilisierte Zinsen, funktionierende Preisbildung und steigende Nachfrage nach nachhaltigen Immobilien bilden ein solides Fundament. Sebastian Steigleder (Deutsche Hypo – NORD/LB Real Estate Finance Frankfurt)

Verhaltener Jahresauftakt beim Immobilienklima

Das Jahr 2026 beginnt mit einem leichten Rücksetzer. Im Vergleich zum Dezember 2025 sinkt das Deutsche Hypo Immobilienklima in der 217. Monatsbefragung von rund 1.000 befragten Immobilienex­pertinnen und -experten um 0,6 % auf nun 93,6 Punkte.

Während das Investmentklima um 1,5 % auf 92,2 Punkte zugelegt hat, gibt das Ertragsklima um 2,9 % auf 94,9 Punkte nach.

Wohnen bleibt vorn, Hotelklima rutscht ab

Zu Beginn des neuen Jahres entwickeln sich die meisten Segmente positiv. Das Handelklima legt um 1,7 % zu und erreicht 85,2 Punkte. Das Logistikklima zeigt nach Verlusten in den beiden Vormonaten ein Plus und steigt um 1,3 % auf 102,8 Punkte. Das Wohnklima bleibt mit 146,1 Punkten (+1,1 %) weiterhin unangefochtener Spitzenreiter. Das Büroklima wächst nur minimal um 0,1 % auf nun 73,6 Punkte.

Lediglich das Hotelklima erleidet einen deutlichen Verlust und gibt den Zuwachs aus dem Vormonat wieder ab. Mit 105,8 Punkten bleibt es trotz eines Minus von 11,6 % jedoch das stärkste Segment nach dem Wohnklima.

WERTE UND VERÄNDERUNGEN DER INDIZES*

Dezember 2025Januar 2026∆ (%)
Immobilienklima94,593,6-0,5
Investmentklima90,892,21,5
Ertragsklima97,794,9-2,9
Büroklima73,573,60,1
Handelklima83,885,21,7
Wohnklima144,5146,11,1
Logistikklima101,5102,81,3
Hotelklima119,7105,811,6

*Es können Rundungsdifferenzen auftreten. 

Zahlen des Monats:

93,6 Punkte: Immobilienklima mit leichtem Rücksetzer
+1,3 %: Logistikklima erholt sich etwas
+1,7 %: Handelklima mit stärkstem Zuwachs
-11,6 %: Hotelklima erleidet deutlichen Verlust


Der „Immobilienkonjunktur-Index“ wird monatlich ermittelt und regelmäßig im News Blog der IMMOVATION AG veröffentlicht (HIER).

Quelle: Pressemitteilung 01/2026 Deutsche Hypo

Bildquellen:

  • Deutsche Hypo Immobilienklima 12/2025: © Pressebilder Deutsche Hypo