Baugenehmigungen 11/2025: +12,5 % zum Vorjahresmonat

Baugenehmigungen im Neubau von Januar bis November 2025 Vorjahreszeitraum:
+13,9 % bei Wohngebäuden insgesamt
+17,0 % bei Einfamilienhäusern
-1,6 % bei Zweifamilienhäusern
+13,5 % bei Mehrfamilienhäusern

Im November 2025 wurde in Deutschland der Bau von 20 100 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 12,5 % oder 2 200 Baugenehmigungen mehr als im November 2024. Dabei stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen im Neubau um 12,4 % oder 1 800 auf 16 300. Die Zahl genehmigter Wohnungen, die durch den Umbau bestehender Gebäude entstehen, stieg im November 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat um 12,6 % oder 400 auf 3 800.

Januar bis November 2025: Aufwärtstrend bei Ein- und Mehrfamilienhäusern hält an

Im Zeitraum von Januar bis November 2025 wurde in Deutschland der Bau von 215 500 Wohnungen in neuen sowie bereits bestehenden Gebäuden genehmigt. Das waren 11,3 % oder 21 900 Wohnungen mehr als von Januar bis November 2024.

In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden von Januar bis November 2025 insgesamt 175 200 Wohnungen genehmigt, das waren 13,9 % oder 21 400 Neubauwohnungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 17,0 % (+5 900) auf 40 700. Bei den Zweifamilienhäusern nahm die Zahl genehmigter Wohnungen um 1,6 % (-200) auf 11 500 ab. In Mehrfamilienhäusern, der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart, genehmigten die Bauaufsichtsbehörden 114 800 Neubauwohnungen. Das war einen Anstieg um 13,5 % (+13 700) gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Zahl der genehmigten Wohnungen in Wohnheimen stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 32,9 % (+2 000) auf 8 200 Wohnungen.

In neuen Nichtwohngebäuden wurden von Januar bis November 2025 insgesamt 3 500 Wohnungen (-15,7 %; -700) genehmigt. Hierunter fallen zum Beispiel Hausmeisterwohnungen in Schulgebäuden oder Wohnungen in Innenstadtlagen über Gewerbeflächen.

Als Umbaumaßnahme in bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden wurden von Januar bis November 2025 insgesamt 36 800 Wohnungen genehmigt, das waren 3,1 % oder 1 100 Wohnungen mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2024.

Dazu ein Kommentar  von ZDB Zentralverband Dt. Baugewerbe

„Die Behörden haben im November 20.100 Wohnungen genehmigt – 12,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Insgesamt liegen wir bis November bei 215.500 genehmigten Wohnungen, 11,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Das sind gute Nachrichten. Der zarte Aufschwung der vergangenen Monate nimmt weiter Fahrt auf.

Wir warnen aber eindringlich davor, sich von den Zahlen blenden zu lassen: Noch immer klafft eine riesige Lücke zwischen Genehmigungen und Bedarf im Land. In diesem Jahr werden voraussichtlich nur 225.000 Wohnungen fertiggestellt – angesichts des massiven Wohnungsbedarfs ist das dramatisch wenig. Wir dürfen uns an den Wohnungsmangel nicht gewöhnen.

Die neue EH 55-Plus-Förderung ist ein wichtiger Schritt. Aber: Bauherren brauchen verlässliche Perspektiven, keine jährlichen Förderprogramme mit unsicherem Ausgang. Wer heute plant, muss wissen, dass die Unterstützung auch übermorgen noch steht. Deshalb muss die EH 55-Plus-Förderung verstetigt und die Beschränkung auf den Bauüberhang aufgehoben werden. Nur mit langfristig angelegten Rahmenbedingungen verwandeln wir die Stabilisierung in einen echten Wohnungsbauschwung.“ Felix Pakleppa (Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe)


Pressemitteilung Destatis Nr. 018 vom 16. Januar 2026 und ZDB Zentralverband Dt. Baugewerbe vom16. Januar 2026

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