Premiere des Laufteam-Cup konnte mit 830 Starts einen schönen Erfolg verzeichnen!

Es hat sich gelohnt: Der virtuelle Laufteam-Cup des Laufteam Kassel mit Läufen über 5 km, 10 km und Halbmarathon, verteilt über drei Wochenenden im Februar, März und April, war ein Erfolg. Auch beim Abschluss, dem Halbmarathon gingen wieder 249 Läufer und Walker an den Start. Insgesamt konnte die Premiere des Laufteam Cup 830 Starts verzeichnen.

“Ich denke, wir haben mit der Laufserie für Abwechslung und Motivation sorgen können”, sagt Winfried Aufenanger, Sportlicher Leiter und 2. Vorsitzender des Laufteam Kassel und EAM Kassel-Marathon-Veranstalter. “Wir freuen uns sehr darüber, dass er so gut angenommen wurde.” Dabei stand neben vielen sehr guten Leistungen auch der Spaß im Vordergrund. Begeistert war Aufenanger vor allem von der “Frauen-Quote” in der Gesamtwertung. 89 Frauen sind dort aufgelistet. “Das ist super”, sagt er. Und auch, dass der Großteil der Teilnehmer mehr nach dem Motto “Wir schaffen das” als nach Topzeiten zu finden ist, ist ein Zeichen dafür, dass der Laufteam-Cup als Angebot gepasst hat. “Das ist genau die Gruppe, die wir erreichen wollten, denn es ging uns dabei in erster Linie um Bewegung und Gesundheit”, so Aufenanger.

“Für den Laufteam-Cup habe ich die Zähne zusammen gebissen”

Das bestätigen auch die Reaktionen der Teilnehmer. Klaus Metz vom Stützpunkt Kassel-Wehlheiden ist einer von ihnen: “Nun habe ich es geschafft, zum Abschluss einen Halbmarathon durch die schöne Söhre. Für den Laufteam-Cup habe ich die Zähne zusammen gebissen, was Motivation nicht alles ausmacht”, sagt er. Seit Monaten schleppt er sich mit einer Schulterverletzung rum, der Laufteam-Cup war für ihn aber ein Muss, auch wenn bei 648 Höhenmetern im Söhrewald “ganz schön schnaufen musste”. Die Teinahme war für ihn auch selbstverständlich, um so etwas zurückgeben zu können an die Sponsoren: “Vielen Dank an Raiffeisen Waren GmbH für die Unterstützung. Gerne denke ich an die Gastfreundschaft bei den Marathon-Sponsorenabenden in der Königinhofstraße und am Ständeplatz zurück, das waren sehr schöne Veranstaltungen.”

“Vielen Dank, dass Ihr mich dazu motiviert habt”

“Ich bin heute zum zweiten Mal einen Halbmarathon gelaufen. Vielen Dank, dass Ihr mich dazu motiviert habt” schrieb Sascha Heußner vom SV Osterbach. Laura und Marcel Heußner liefen ihren ersten Halbmarathon. “Vielen Dank fürs Organisieren, das hat Spaß gemacht”, so Marcel. “Bis zur Pandemie bestand der Lauftreff des SV Osterbach mal aus drei, mal aus sieben Gelegenheitsläufern. Mittlerweile haben wir es auf mehr als 50 Starter beim ersten halbvirtuellen Osterlauf gebracht – und es werden immer mehr. Auch bei der Laufteam-Serie sind wir mit acht Läuferinnen und Läufern dabei, der größte Teil besteht aus Neuanfängern. Die Freude über den ersten Halbmarathon des Lebens war da besonders groß”, berichtet Thorben Weichgrebe, der bei allen drei Läufen dabei war.

“… macht weiter so!

Auch für Christian Beyer aus Lohfelden war es der erste Halbmarathon: “…und das mit 110 kg.” Er will jetzt fleißig weiter trainieren für den EAM Kassel Marathon im September. Sascha Henze aus Hann. Münden ist schon länger dabei: “Vielen Dank für diese tolle Möglichkeit, uns in diesen Zeiten zu motivieren, macht weiter so.”

Den abschließenden Halbmarathon absolvierten die Teilnehmer der Laufteam-Cup-Serie erneut bundesweit. So lief Ursula Henning in Köln, Jang Langenkamp an der Ostsee zwischen Timmendorfer Strand und Scharbeutz. Jens Richter lief die 21,1 km es im Rahmen der immer beliebter werdenden “Ballonathons” am Wasserschloss Stadt Lüdinghausen im Münsterland rund um dem Klutensee, am Dortmund-Ems-Kanal vorbei bis zur Burg Vischering und Burg Lüdinghausen.

Und auch beim dritten Lauf waren die Stützpunkte des EAM Kassel Marathon wieder fleißig und sehr zahlreich vertreten. 13 der 20 Stützpunkte waren mit viel Freude dabei und nutzten den Laufteam-Cup als willkommenes Erlebnis.

Sandra Morchner macht sich selbst ein Geschenk 

Sandra Morchner lief wieder auf ihrer Heimatinsel Sylt. Dort machte sie sich selbst ein schönes Geschenk zum 50. Geburtstag: Zielzeit 1:14:59, damit war sie sogar noch schneller als Lukas Menke und Pascal Fischer (beide Laufteam Kassel, 1:15:21).

Auf Sylt windete und schneite es kräftig. Daher spulte Sandra Morchner auch den Halbmarathon auf dem Laufband ab, wie schon die Läufe zuvor. “Nach 19 km auf der Uhr rechnete ich kurz und kam zu dem Entschluss, dass auch eine Zeit unter 1:15 Stunden möglich wäre, sofern ich die Geschwindigkeit steigere. Punktlandung würde ich mal sagen”, berichtet Sandra. Die deutsche “Altersklassen-Königin”, mehrfache Deutsche Rekordhalterin und Deutsche Meisterin W45 möchte nun auch in der neuen Altersklasse weiter Gas geben. “Gern würde ich meine gelaufenen internen persönlichen Bestzeiten auch offiziell stehen haben. Ich würde mich freuen, endlich mal wieder einen Wettkampf zu absolvieren. Meine sportlichen Ziele sind klar definiert. Besser zu sein als ich selbst war, jedoch den Spaß an der Sache selbst nicht zu verlieren.”

Für Sandra Morchner war es zudem ein erfolgreiches Finale des Laufteam-Cup. Denn die 1:14:59 bedeuteten zugleich den Sieg und die schnellste Zeit in der Halbmarathon-Wertung. Achtung: sie ließ damit auch alle männlichen Kollegen hinter sich! Auf Platz zwei folgte Lukas Menke (Laufteam Kassel, 1:15:21) zeitgleich mit dem Dritten Pascal Fischer (Laufteam Kassel).

Lukas Menke: Gesamtsieg beim Laufteam-Cup

Lukas Menke (Laufteam Kassel) sicherte sich den Gesamtsieg beim Laufteam-Cup. Nach 5 km, 10 km und Halbmarathon in 2:06:58 Minuten siegte er vor Sandra Morchner (2:07:09). Sandra ließ als Zweite auch hier bis auf den Sieger alle Männer hinter sich!

Dritter in der Gesamtwertung wurde Pascal Fischer (2:08:09). Der bisher Gesamtführende Tom Ring (Laufteam Kassel) verzichtete wegen einer Sehnenentzündung auf den abschließenden Start, der bisherige Zweite Jens Nerkamp (Laufteam Kassel) ließ es im Rahmen seines Trainingslaufes etwas gemächlicher angehen (1:23:53) und kam in der Gesamtwertung in 2:11:52 hinter dem Tages- und Gesamtvierten Felix Kaiser (Laufteam Kassel, 1:17:35/2:11:24) auf Platz fünf.

Lukas Menke, der 2020 von der LG Eder zum Laufteam Kassel wechselte, freute sich über den Gesamtsieg. Mehr noch: er konnte seine bisherige Bestzeit um satte fünf Minuten verbessern. Für den 27-Jährigen war der Laufteam-Cup in der wettkampfarmen Zeit “eine sehr schöne Motivation, am Ball zu bleiben.” Dass er seine Leistung so steigern konnte, führt er auf das intensive Trainingspensum zurück. “Ich habe meine Umfänge deutlich erhöht auf teilweise 90 Kilometer in der Woche. Das macht sich jetzt in der Entwicklung bemerkbar.” Noch ein Grund zur Freude: Auch seine Freundin Lea Gerland (Laufteam Kassel) lief beim Laufteam-Cup-Halbmarathon mit 1:43:09 um einige Minuten schneller als bisher.

Zweitschnellste Frau hinter Sandra Morchner war Nicole Hilbig (Laufteam Kassel, 1:34:03) vor Pia Bohland (Marathon-Stützpunkt Borken, 1:36:42). Auch in der Gesamtwertung bei den Frauen belegen Nicole Hilbig (2:39:13) und Pia Bohland (2:41:50) die Plätze zwei und drei.

Kevin Warschun siegt bei den Walkern

Bei den Walkern zeigte Kevin Warschun (Laufteam Kassel) eine überragende Leistung. In ganz starken 2:32:16 holte er sich nicht nur nach den 10 km auch über Halbmarathon den Tagessieg. Darüber hinaus war er damit deutlich schneller als der bisher Gesamtführende Michael Küppers (Laufteam Kassel) als Zweiter (2:37:01). Küppers ist erst im letzten Jahr weitgehend vom Laufen auf Nordic Walking umgestiegen. Er verbesserte seine persönliche Nordic Walking-Halbmarathon-Bestzeit um dreieinhalb Minuten! Dennoch konnte seinen Vorsprung in der Gesamtwertung nicht halten. Am Ende lag der seit langem leidenschaftliche Walker Kevin Warschun in 4:29:53 deutlich vor Küppers (4:32:02). Dabei unterbot seine eigene Bestzeit ebenfalls um knapp zwei Minuten.

Der Tages- und Gesamtsieger war nach langer, für ihn schwieriger Zeit, wieder zu einem Halbmarathon angetreten. “Es hat Zeit gebraucht nach dem Tod meines Vaters im September und meiner Corona-Infektion im Dezember. Nun habe ich Lungenprobleme, Atemnot, Herzschmerzen, Lähmungsgefühle sowie die ärztlichen Untersuchungen größtenteils überstanden. Trotz der Nachwirkungen über Muskel- sowie Nervenschmerzen habe ich es endlich wieder geschafft, die 21 km wegzurocken”, berichtet Kevin. Und weiter: “Getreu dem Spruch, dass alles Kopfsache ist, habe ich meine Beine dazu ermutigt, über die Ziellinie zu walken.” Durch die Behandlung bei Rehamed Seifert hofft er, bald wieder “200 Prozent” bei Wettkämpfen bieten zu können.

Sascha Parotat-Kouril: Dritter in der Tages- und Gesamtwertung des Laufteam-Cup

Als Dritter in der Tages- und Gesamtwertung freute sich Sascha Parotat-Kouril (Laufteam Kassel) mit 2:51:00 ebenfalls über eine neue persönliche Bestzeit. Seine zweite in wenigen Wochen nach den 10 km beim Laufteam-Cup. Er hatte nach einer längeren Kur viele Kilo abgenommen. “Diese Entwicklung habe ich so schnell nicht erwartet. Für mich war es mehr als nur ein Cup. Es wäre super, wenn der Cup in naher Zukunft wiederholt wird.” Der Walking-Fachwart des Laufteam Kassel und Walking-Koordinator des EAM Kassel Marathon fügt hinzu. “Es war wirklich klasse und es ist aus Sicht der Walker schön, dass er so gut angenommen wurde!” 

Schnellste Frau im Halbmarathon-Walk war Jutta Dolle (Marathon-Stützpunkt Gudensberg/Obervorschütz), 3:02:40) vor Viola Wittig (LT Hofgeismar, 3:02:49) und Brigitte Gleis (Marathon-Stützpunkt Frankenberg, 3:12:00). Den Gesamtsieg bei den Walkerinnen holte sich Viola Wittig (5:09:58) vor Sabine Rohde (Marathon-Stützpunkt Gudensberg/Obervorschütz, 5:15:46) und Helga Arend (5:34:28).

Genau wie bei den Läufern waren auch die Walker durch die Laufteam-Cup-Serie sehr moitiviert. “Für mich war es eine Herausforderung, da ich erst im letzten Sommer mit dem Nordic Walking begonnen habe und ich mir den Halbmarathon erst für September als Ziel gesetzt hatte”, sagt Matthias Eisenhuth aus Meinhard im Werra-Meißner-Kreis.

Dank an die Sponsoren des Laufteam-Cup!

Organisationsleiter Winfried Aufenanger bedankt sich nach der erfolgreichen Premiere der virtuellen Laufteam-Cup-Serie bei den Sponsoren BKK Wirtschaft & Finanzen (5 km), IMMOVATION AG (10 km) und Halbmarathon (Raiffeisen Waren GmbH). “Wir freuen uns sehr, dass unsere treuen Sponsoren und Partner die Umsetzung des Laufteam-Cup mit ermöglicht haben und für das tolle Engagement in diesen Zeiten”, so Aufenanger, “man hat gesehen, dass wir damit vielen eine Freude machen konnten.”

Raiffeisen Waren GmbH

„Wir freuen uns sehr, dass der Lauf-Cup so gut angenommen wurde und wir mit der Halbmarathon-Präsentation einen Beitrag dazu leisten konnten“, sagen Benedikt Ehrhardt, Bereichsleiter Konzernmarketing & Konzerndigitalisierung, und Katharina Penke, Projektleiterin Marketing, von der Raiffeisen Waren GmbH unisono. „Bei den Wetterbedingungen waren die Läufe eine Herausforderung“, so Ehrhardt, der ebenfalls am Lauf-Cup teilnahm.

BKK Wirtschaft & Finanzen

“Als leidenschaftlicher Nordhessencup-Läufer fehlen mir die kleinen Wochenend-Reisen durch unsere schöne Region sehr. Der Laufteam-Cup ist eine willkommene Abwechslung, insbesondere durch die unterschiedlichen Streckenlängen, die mich an die Kombi-Wertung erinnern. Auch als Vertreter der BKK W&F unterstützen wir den Cup als langjähriger Partner des Kassel-Marathons sehr gerne. Eine gute Gesundheit ist in dieser so besonderen Zeit sehr wichtig für den Einzelnen und die Erhaltung der Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitsystems”, betont Thorsten Weichgrebe (Marketing und Unternehmenswentwicklung) von der BKK Wirtschaft & Finanzen, die den 5 km-Lauf im Rahmen des Laufteam-Cups präsentierte.

IMMOVATION AG

Sponsor IMMOVATION AG präsentierte den 10 km-Laufs innerhalb des Cups. Vorstand Lars Bergmann freute sich über den regen Zuspruch. „Die virtuellen Läufe sind eine gute Möglichkeit, die Leidenschaft für den Laufsport auch in der Corona-Zeit auszuleben. Noch mehr würde es mich natürlich freuen, wenn wir dieses Jahr auch noch reale Veranstaltungen erleben, mit denen ein echtes Wettkampfgefühl und das Gemeinschaftserlebnis wieder möglich sein werden. Ich bin da zuversichtlich, wenn es mit dem Impfungen und Tests vorangeht.”


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