Nils Bergmann läuft hoch hinaus – der Gipfel ist das Ziel

Seit vielen Jahren fördert Lars Bergmann, Vorstand der IMMOVATION AG, den regionalen Laufsport. Er selbst ist ein begeisterter Läufer. Und das gilt für die gesamte Familie. Sohn Nils Bergmann wurde 2019 bei den Hessischen Berglaufmeisterschaften in seiner Altersgruppe (Männerhauptklasse) Hessischer Vizemeister! Die Berge scheinen es ihm angetan zu haben. Innerhalb eines Monats nahm er vom 12. Juli bis zum 9. August 2020 mit großem Erfolg an drei anspruchsvollen Bergläufen teil. 

Berglauf auf die Donnersalpe/Eisenerz, 12. Juli 2020

Vom Start bis zum Ziel der “Donnersalpe” in 1539 Metern Höhe waren auf einer Strecke von ca. 9.500 Metern über 900 Höhenmeter zu überwinden. Nils Bergmann kam mit 01:02:04 ins Ziel. Belohnt wurde diese starke Leistung nicht nur mit einem hervorragenden 3. Platz, sondern auch mit einem traumhaften Blick in den steirischen Ennstaler Alpen auf den markanten Erzberg. 

Int. Raiffeisen Lipizzanerheimat-Berglauf, 2. August 2020   

Eigentlich war der Lauf für 17. Mai 2020 geplant, wurde jedoch aus den bekannten Gründen auf den 2. August verschoben. Im Hauptlauf der Männer über rund 8,5 km/1000 hm war der Salzburger Vorjahressieger und Staatsmeister Manuel Innerhofer (LC Oberpinzgau) das Maß aller Dinge und gewann mit 46:45 deutlich. Bei den Frauen gewann die in Läuferkreisen durchaus bekannte Deutsche Thea Heim (LG Telis Finanz Regensburg) mit Marathonbestzeit von 2:36 ihren ersten Berglauf in 59:35 auf Gesamtrang 15. Circa eine Minute vor ihr kam Nils Bergmann auf Platz 14 in 58:48 ins Ziel. Aufgrund des starken Feldes eine sehr gute Leistung, die Nils Bergmann selbst als seine beste Leistung der drei Läufe einschätzt!

4. Kraiger Berglauf, 9. August 2020 

Der Kraiger See liegt bei Kraig in Mittelkärnten in Österreich. Das Rennen startete um 10 Uhr direkt am See. Bei der 10,6 Kilometer langen Strecke waren 670 Höhenmeter zu meistern. Nach 52:37,5 Minuten kam Nils Bergmann auf 1.100 m Seehöhe im Ziel an. Das bedeutete den Sieg in der Hauptklasse und den 2. Platz in der Gesamtwertung hinter Uwe Hochenwarter (HSV Spittal). 

Lars Bergmann, sieht die Leistungen seines Sohnes mit wachsender Begeisterung: “Ich bin stolz über die deutliche sportliche Entwicklung die Nils in den letzten Jahren als Läufer gemacht hat. Besonderen Respekt habe ich angesichts der körperlichen und mentalen Leistung von Athleten, die sich der Herausforderung eines Berglaufs stellen. Das erfordert viel mehr als Schnelligkeit auf einer ebenen Strecke.”

Sportwissenschaftler über das Laufen in den Bergen

Ein gutes Rennen in den Bergen oder gar ein Sieg ist nicht nur ein Sieg gegen sich selbst, sondern auch gegen die Schwerkraft.  Jeder, der beim Lauftraining schon mal einen Hügel hochgelaufen ist, weiß: Das geht ganz schön in die Waden. Der Grazer Sportwissenschaftler Herwig Reupichler erklärt in einem Artikel in fitforlife, warum das so ist: “Die Wade und die damit verbundene Achillessehne werden speziell stark gefordert, weil der Fuß, abhängig von der Steilheit des Geländes, nicht mehr mit der ganzen Sohle aufgesetzt wird.” Doch nicht nur die Waden sind gefordert. Nimmt man alle beteiligten Muskelpartien zusammen, zeigt sich, dass Berglaufen dicht an ein ganzheitliches Muskeltraining herankommt. Und auch mental ist ein Berglauf eine Herausforderung, da die Laufgeschwindigkeit wesentlich niedriger ist als im Flachen, “der Puls aber ständig in Höchstbereichen hämmert”.

Trainieren in großer Höhe ist angesagt

Melat Kejeta, schnellste deutsche Läuferin beim Berlin Marathon 2019, schwört auf die Vorteile des Trainings in großer Höhe. Die Spitzenathletin des Laufteams Kassel trainiert im August 2020 in St. Moritz, um sich für die nächsten Läufe optimal vorzubereiten. Mehr zu Melats Kejetas Höhentraining.


Bildquellen:

  • Nils Bergmann: Zweiter Platz Kraiger Berglauf: © IMMOVATION AG