Trotz Corona-Krise: Interesse an Wohnimmobilien ist ungebrochen (immowelt)

  • Interesse an Wohnimmobilien erreicht trotz Corona-Pandemie das Niveau von Anfang März 2020.
  • Nachfrage erholt sich: Zugriffe, Exposé-Aufrufe und Anfragen auf immowelt Portalen steigen stark an.
  • Trotz Unsicherheit wegen der Pandemie suchen Deutsche wieder in gewohntem Maß Miet- und Kaufobjekte wie vor der Krise.

Immobilien bleiben in Deutschland gefragt. Auch in der Corona-Krise kühlte das Interesse an Objekten zur Miete oder zum Kauf nur kurzfristig ab. Das zeigen Daten zur Nutzung von immowelt.de und immonet.de. Die Zugriffszahlen der Immobilienportale erreichen aktuell wieder das Niveau von Anfang März vor Beginn des Lockdowns. Stellenweise übersteigen sie dieses Niveau sogar. Die Anfragen nähern sich inzwischen nach einem temporären Rückgang ebenfalls wieder dem Vorkrisen-Niveau an.

„Mit Beginn der Corona-Krise ging verständlicherweise das Interesse an Wohnimmobilien kurzfristig stark zurück. Nach einem zunächst langsamen Anstieg sehen wir derzeit massive Zuwächse von bis zu 40 Prozent bei den Zugriffen auf unsere Webseiten und Apps und erreichen damit bereits wieder das Niveau vor Krise“, sagt Cai-Nicolas Ziegler, CEO der immowelt AG. „An der grundsätzlichen Geometrie des Immobilienmarktes hat die Corona-Krise ja auch nichts verändert: Es gibt weiterhin mehr Nachfrage nach Wohnraum als Angebot. Viele Suchende haben daher ihre Suche nach neuen Immobilien nur kurz pausiert.“

Kein Einfluss auf Preise

Die schnell wieder erstarkte Nachfrage sorgt auch dafür, dass Kauf- und Mietpreise bisher konstant bleiben. Der mittlere Quadratmeterpreis beim Erwerb einer Eigentumswohnung liegt deutschlandweit wie vor der Krise bei rund 2.800 Euro. Die Angebotsmieten in den 14 größten Städten Deutschlands sind derzeit nahezu unverändert im Vergleich zum Januar. Aufgrund beständigen Bedarfs an Wohnraum kommt es derzeit zu keinen massiven Anpassungen der Mietpreise. 

Auch die Europace AG kommt zu diesem Ergebnis. Im Hauspreis-Index EPX 03/2020 heißt es: Ein Einbruch der Immobilienpreise aufgrund der im März veranlassten, umfangreichen Kontaktsperre und den damit verbundenen Einschränkungen für Immobilienkäufer und -verkäufer ist, laut Stefan Kennerknecht (Europace AG), momentan noch nicht erkennbar. Lesen Sie dazu den EPX 03/2020: Auch im März zeigt Hauspreis-Index keine negativen Auswirkungen der Corona-Krise

Reichweite wie vor der Krise

Das Angebot an Immobilien ist deutschlandweit seit Beginn der Corona-Pandemie stabil geblieben. Die Unsicherheit vieler Suchender spiegelte sich indes in der Nutzung der immowelt Portale wider: Als sich die Lage zuspitzte, sank auch der Traffic auf den immowelt Portalen kurzfristig merklich. Obwohl die vollständige Aufhebung der derzeitigen Kontaktbeschränkungen wohl noch einige Monate brauchen wird, liegt das Interesse an Wohnimmobilien wieder beim gewohntem Maß: Über 13 Millionen Zugriffe pro Woche gibt es derzeit auf die Portale der immowelt Group über die Webseiten oder Apps. Das sind genauso viele wie in der ersten Märzwoche, als es noch keine Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen des Corona-Virus in Deutschland gab. Immobilieninserate werden derzeit sogar 6 Prozent mehr aufgerufen als im Vergleichszeitraum vor der Krise. Das Interesse an Wohnimmobilien ist also weiterhin ungebrochen.

Viele Suchende sind sich oftmals aber unsicher, ob Besichtigungen in gewohnter Form derzeit möglich sind. Daher sind sie bei den Anfragen noch leicht zurückhaltender: Insgesamt sind die Anfragen zuletzt aber seit dem Tiefstand um 44 Prozent angestiegen, sodass sich der Wert dem Vorkrisen-Niveau nähert. Die Suchenden gewinnen derzeit das Vertrauen zurück, dass eine Immobilienvermittlung weiterhin möglich ist: Das Angebot an Online-Besichtigungen steigt und auch Einzeltermine sind weiterhin unter Beachtung der Hygienevorschriften möglich.

Quelle: www.immowelt-group.com

 


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