Ungewöhnliche Zahlungsmittel: Von Salz- bis Zahngeld

Münzen begleiten die Menschen seit sehr langer Zeit: Die ersten Funde von Metallgeld stammen aus dem Mittelmeerraum; sie datieren um die Zeit 2000 v. Chr. Andere – aus heutiger Sicht – exotische Formen von “Geld” sind natürlich viel älter. Und manche davon waren bis in die jüngste Zeit im Umlauf. Einige ungewöhnliche Zahlungsmittel stellen wir Ihnen in diesem Beitrag vor. 

Salzgeld – Salär

… wurde viele Jahrhunderte als Zahlungsmittel genutzt. Das spiegelt sich noch heute in unserem Sprachgebrauch wieder: Römische Legionäre bekamen ihren Lohn zwar in Münzen ausgezahlt, erhielten aber darüber hinaus Salz, also “Salarium”, woraus sich schließlich der deutsche Begriff Salär für „Lohn“ und „Gehalt“ entwickelte. In Äthiopien und wurde Salz in Barren mit einem Gewicht von einem knappen Kilo ausgegeben. Der Wert der Barren richtete sich nach der Entfernung zu den Salzbruchstellen: Je größer die Entfernung, desto höher der Wert.


Kakaogeld

Der Aztekenherrscher Montezuma war Milliardär. Er nannte ca. 1250 Tonnen Kakaobohnen sein eigen, ungefähr eine Milliarde Kakaobohnen; ein Reichtum, den er seinen Steuereinnahmen verdankte. Die Azteken waren aber nicht die ersten Kakaogeldnutzer, auch die Mayas nutzten das handliche aus heutiger Sicht ungewöhnliche Zahlungsmittel gerne. Die mandelgroßen Kakaobohnen sind leicht, gut haltbar und haben damit viel mit unseren Münzen gemeinsam. Die einheitlich großen Bohnen waren einfach rechen- und tauschbar: So kostete ein Sklave 100 Kakaobohnen.


Teegeld

… war bis hinein ins 20. Jahrhundert zum Beispiel in Südchina, Tibet, Birma, der Mongolei und in Südsibirien im Umlauf. Die Einwohner haben die getrockneten und zerkleinerten Teeblätter zu Barren gepresst, den sogenannten Teeziegeln. Auf dieses Zahlungsmittel haben sie Gewicht, Qualität und Wert geprägt. Fast so, wie wir es mit unseren Münzen halten. Auch Fälschungen waren im Umlauf: Anstatt wertvollen Tees pressten die Fälscher beispielsweise wertlose Zweige zu Ziegeln.


Muschelgeld

… ist noch heute als alternative Zahlungsmethode in der Südsee im Gebrauch. Kastom Mani (“traditionelles Geld”) nennt man diese Währung auf den Salomonen. Obwohl dort der Solomon Islands Dollar längst im Umlauf ist, nutzen viele Einheimische weiterhin das althergebrachte Muschelgeld. Die Herstellung ist äußerst aufwendig: Ein viertel Jahr arbeitet ein Handwerker an einer zwei Meter langen Kette. Nicht alle Muschelarten gelten als wertvoll: Nur die Schalen der Naussa- Schnecke und der Stachelauster finden Verbreitung.


Zahngeld

Einzeln und in kleinen Mengen wurden Tier-Zähne oft als eine Art Kleingeld genutzt. Wurden sie auf Schnüre aufgezogen, wuchs der Wert. Auf vielen Südsee-Inseln waren Hundezähne als Zahlungsmittel beliebt, man bekam noch 1929 für einen Hundezahn zehn Kokosnüsse, für ein Schwein musste man eine Kette von 100 Hundezähnen hinlegen. Aber nicht nur Hundezähne waren als Zahlungsmittel beliebt. Besonders wertvoll waren die gebogenen Eckzähne von Ebern. Auch die Zähne von Flughunden, Fledermäusen, Delfinen, Pottwalen und unzähligen anderen Arten wurden genutzt. 

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Bildquellen:

  • Muscheln: © Image licensed by Ingram Image/adpic