AENGEVELT-RESEARCH: Keine Blase am deutschen Wohnungsmarkt

Branchen-News — By on 5. Dezember 2017 16:01

Seit geraumer Zeit wird darüber diskutiert, ob dem deutschen Wohnimmobilienmarkt eine Preisblase droht. Wie AENGEVELT-RESEARCH im Rahmen seiner aktuellen Marktbeobachtungen erklärt, herrsche dort zwar eine hohe Dynamik, „von einer Blase könne momentan aber keineswegs gesprochen werden”.

Die Experten von AENGEVELT kommen bei ihren aktuellen Auswertungen zu einem klaren Schluss: „Die Gefahr einer Preisblase besteht demnach wenn überhaupt lediglich für ganz wenige Teilmärkte, die sich bereits seit Jahren überdurchschnittlich dynamisch entwickeln“, so das Unternehmen. Indikatoren für eine Preisblase könnten beispielsweise ein schnellerer Anstieg von Kaufpreisen im Gegensatz zu Mieten und Einkommen, ein erhöhter Wohnungsbau in Erwartung einer höheren Nachfrage oder eine steigende Anzahl an Kreditaufnahmen sein.

Nachholeffekt, aber keine Blase

“Die unterschiedlich starke Dynamik im Bereich der Kauf- und Mietpreisentwicklung ist in der Regel nicht das Resultat einer drohenden Preisblase“, sagt Frank Korablin von AENGEVELT-RESEARCH. Das steigende Preisniveau sei vielmehr die Folge eines „Nachholeffekts in Form anziehender Neubautätigkeit“ und nicht der Vorbote einer Blase. Vor allem dürfe man nicht ausschließlich den allgemeinen Markt betrachten, da es viele kleine Teilmärkte gibt. Gehen in einigen von ihnen die Preise nach oben, habe dies laut AENGEVELT nicht gleich Auswirkungen auf den Gesamtmarkt.

Kaufpreise steigen eher als Mieten

Die Mieten für Neubau- und Bestandsobjekte sind in den letzten 10 Jahren im Gegensatz zu den Kaufpreissteigerungen nur mäßig angestiegen. „Diese Diskrepanz stelle aber nicht per se einen Indikator für eine Preisblase dar“, so AENGEVELT. Im Wohneigentumssegment gäbe es weniger regulierte Angebotsbedingungen, so Korablin, wodurch die Preise in diesem Bereich schneller steigen könnten. Darüber hinaus sei aufgrund „des anhaltenden Zuzugs und dadurch steigende Haushaltszahlen insbesondere in den Wachstumskernen“ das Erreichen eines Gleichgewichts von Angebot und Nachfrage auf dem Markt unrealistisch.

Bedingungen einer Blase nicht erfüllt

Das niedrige Zinsniveau motiviert viele Menschen, Wohnimmobilien zu erwerben. Der Schwerpunkt des Wohnungsneubau im hochpreisigeren Bereich führe aber auch dazu, „dass der neue Wohnraum für viele nicht bezahlbar ist“, so Korablin. Ein Ende dieser Entwicklung sei AENGEVELT zufolge noch nicht abzusehen. „Spätestens bei einer Kehrtwende der Zinspolitik wird sich zeigen, ob und in welchem Umfang es zu einer Blase kommen kann.“ Noch seien die Bedingungen einer Blase aber nicht erfüllt.

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Quelle: www.aengevelt.com


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