Sprüche zum Thema Geld – Woher sie kommen und was sie bedeuten – Teil 2

Journal — By on 5. September 2016 10:48

Vor einiger Zeit haben wir bereits über Redensarten und ihren geldlichen Ursprung berichtet. In unserem Beitrag ging es dabei um Redewendungen, die erst auf den zweiten Blick mit Geld zu tun haben. Im folgenden Artikel möchten wir Ihnen nun einige Sprüche vorstellen, die sich ganz offensichtlich ums Geld drehen – oder doch nicht?

„Geld regiert die Welt“, diesen Spruch haben sich die meisten von Ihnen sicher schon verwendet. Doch was bedeutet er? In diesem Fall ist er nicht wörtlich zu nehmen. Denn Geld kann sicher nicht die Welt regieren. Das machen noch immer Regierungen und Politiker – oder vielleicht doch das Finanzsystem?! Jedenfalls können die Regierenden ihre Arbeit ohne Geld  nur eingeschränkt ausführen. So gibt es immer heftige Diskussionen, wenn mal wieder der Etat gekürzt wird.

„Zeit ist Geld“!

Je mehr man arbeitet, desto mehr Geld verdient man. Zu dieser Interpretation neigen wir bei diesem Spruch. Benjamin Franklin, dem wir diese Redensart zu verdanken haben, hatte damit allerdings etwas anderes gemeint. Er wollte damit ausdrücken, dass Zeit zu wertvoll ist, um sie einfach zu vertrödeln. Dass der Spruch bis heute monetär interpretiert wird, liegt wohl daran, dass „Geld doch irgendwie die Welt regiert“.

„Geld stinkt nicht“

Diese Redensart findet ihren Ursprung im Lateinischen – „Pecunia non olet“. Der Spruch wird auf Kaiser Vespasian zurückgeführt. Er regierte Rom von 69-79. Sein Ziel war es, die Einnahmen des Reiches zu vermehren. Um das Vorhaben umzusetzen, führte er die Latrinensteuer ein. Damit hatte er nicht nur den Haushalt aufgestockt, sondern gleichzeitig auch das Abwassersystem überholt. Heute dient der Satz oft zur Rechtfertigung eines schlechten Gewissens.

Geld und offene Fenster

Menschen, die ihr „Geld zum Fenster herauswerfen“, gelten als besonders verschwenderisch und geben ihr Geld offenbar gerne für unnötige Dinge aus. Dieser Spruch stammt Übermittlungen nach aus dem Mittelalter: In Regensburg soll der Kaiser in seinem Rathaus aus einem Fenster Münzen ins Volk geworfen haben, um es den Armen zukommen zu lassen. Da es sich bei der edlen Spende um die Steuergelder der Bürger gehandelt haben soll, vertraten diese die Meinung, der Kaiser „werfe ihr Geld zum Fenster raus“.

Mehr über Sprüche zum Thema Geld lesen Sie hier in unserem IMMOVATION-Blog.

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