IMX Juni 2015: Wohneigentum verteuert sich weiter

Branchen-News — By on 10. August 2015 11:28

Kommt sie oder kommt sie nicht? Zuletzt sind die Baugeldzinsen wieder gestiegen – daher glaubten viele Experten, die Zinswende sei bereits da. Michael Kiefer, der Chefanalyst von ImmobilienScout24 hält es jedoch für fraglich, ob sie wirklich „mittelfristig bevor steht“.  Er hält fest: „Die EZB macht derzeit – auch vor dem Hintergrund der aktuellen Griechenlandkrise – keine Anstalten, die Leitzinsen spürbar zu erhöhen. Niedrige Zinsen werden uns deshalb auch in den kommenden Monaten erhalten bleiben.“

Trend eindeutig nach oben

Entsprechend entwickeln sich laut ImmobilienScout auch die Angebotspreise für Wohnimmobilien: „Der Trend geht weiter eindeutig nach oben, sowohl für Eigentumswohnungen als auch für Wohnhäuser.“ Die größten Steigerungen sind dabei in den Großstädten zu beobachten, der Preiszuwachs bei Eigentumswohnungen in Berlin betrug im letzten Monat üppige 2,2%.

Ganz anders entwickeln sich die Angebotsmieten in der Bundeshauptstadt. Im Juni war – möglicherweise als Folge der Mietpreisbremse – eine deutliche Dämpfung der Preisentwicklung zu verzeichnen. So heißt es im Monatsbericht von ImmoScout: „So hat sich die Preisentwicklung der geglätteten Angebotsmieten im IMX mit 0,1 Prozent im Juni massiv verlangsamt. Betrachten wir die rohen Medianmieten in Berlin zeigt sich für den Juni ein beachtlicher Rückgang um drei Prozent.“

Wenn diese Entwicklung in der nächsten Zeit anhält, wird sie sich sicher auch in der Indexkurve niederschlagen. „Die kommenden Monate werden also spannend bleiben.“imx_Juni_wohnungen

Über den IMX

Der IMX ist der neue Angebotsindex für Immobilien in Deutschland. Herausgeber ist ImmobilienScout24, Deutschlands größter Immobilienmarkt. Grundlage des IMX sind über zwölf Millionen Immobilienangebote, die seit 2004 auf ImmobilienScout24 inseriert wurden. Monatlich kommen rund 150.000 neue Objekte hinzu.

Die Datenbasis des IMX umfasst sämtliche Immobilientypen – von der Eigentumswohnung bis zum Hotel. Über eine Geocodierung sind alle Immobilien vollständig verortet und können ihrer Lage entsprechend exakt zugeordnet werden. Für die Erstellung des Indexwertes werden sämtliche Rohdaten nach der hedonisch statistischen Wertermittlungsmethode normiert. Die entsprechenden Umrechnungsfaktoren werden dabei laufend unmittelbar aus dem Marktgeschehen statistisch abgeleitet und stellen somit den tatsächlichen Einfluss einzelner Zustandskriterien auf den Preis dar. Dies gilt sowohl für sich verändernde Lageeigenschaften als auch für objektbezogene Eigenschaften wie etwa das Baujahr. Hierdurch werden Verzerrungen, die durch eine bloße Mittelung der Daten entstehen können, vermieden. Bei der hedonischen Glättung der Daten arbeitet ImmobilienScout24 mit dem Rheinisch-Westfälischen Wirtschaftsinstitut (RWI) in Essen zusammen.

Quelle: www.immobilienscout24.de

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