IW Immobilien-Index: Nach Hochstimmung – Stimmungshöhepunkt erreicht?

Branchen-News — By on 22. September 2014 07:47

Ende September erschien der neue Immobilien-Index des Instituts der deutschen Wirtschaft bereits zum zweiten Mal. Dazu wurden Entscheider von Immobilienfirmen in ganz Deutschland befragt. Die Branche beurteilt ihre Lage nach wie vor als sehr gut.

Die Branche blickt allerdings etwas weniger optimistisch in die Zukunft. Das Geschäftsklima der Immobilienunternehmen in Deutschland erreicht im September einen Indexwert von 47,7 Punkten und ist damit um mehr als 10 Punkte im Vergleich zur letzten Befragung im Juni gesunken.

81% schätzen die Lage als gut ein

Dabei wird die Lage weiterhin als ausgesprochen gut angesehen. Der Wert für die Gesamtbranche liegt immer noch bei knapp 80, was bedeutet, dass 81% die Lage als gut einschätzen. Weniger als 2% beurteilen sie als schlecht.

Trotz dieser Einschätzungen zeigen sich die Erwartung der Branche eingetrübt. Zwar finden sich nach wie vor mehr Optimisten als Pessimisten. Doch ihr Verhältnis hat sich zugunsten der Skeptiker verschoben. Rechneten im zweiten Quartal ca. 40% mit einer Verbesserung der Lage in den kommenden zwölf Monaten, liegt dieser Wert im dritten Quartal nur noch bei 27%. Das ergibt einen Indexwert von 19,5, was einem Minus von 14,6 Punkten gegenüber dem Vorquartal entspricht. Ausgenommen von den eingetrübten Erwartungen ist nur das Wohnungssegment. Hier sind die Erwartungen sogar optimistischer, allerdings ausgehend von einem niedrigeren Niveau.

Ist der Höhepunkt der Stimmung erreicht?

Die Ergebnisse des Index deuten nach Ansicht des Instituts der deutschen Wirtschaft darauf hin, dass die Immobilienwirtschaft den Höhenpunkt ihrer Stimmung erreicht haben könnte. Die nachlassende gesamtwirtschaftliche Dynamik und die anhaltenden Krisen wirken sich besonders auf die Unternehmensnachfrage aus, weshalb vor allem Projektentwickler und Gewerbeimmobilien-Unternehmen mit keiner weiteren Verbesserung oder gar einer Verschlechterung rechnen. Der Wohnungsmarkt hingegen ist weniger konjunkturanfällig. Hier nähren hauptsächlich die anhaltend niedrigen Zinsen und der große Mangel an Wohnraum in den Großstädten die gute Stimmung.

Zum Index

Für den IW Immobilien-Index, der vierteljährlich erscheint, werden Vorstände und leitende Angestellte von Immobilienfirmen in Deutschland befragt. Der Index spiegelt die Einschätzung institutioneller Anleger wider und dient als Indikator für die konjunkturelle Entwicklung der Branche.

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