Property Index: Was kostet Wohnen in Europa?

Branchen-News — By on 27. Juni 2014 06:00

Wie steht Deutschland bei den Wohnpreisen im europäischen Vergleich da? Der aktuelle „Property Index – Overview of European Residential Markets“ von Deloitte bietet einen Überblick. Nach Ansicht der Analysten ist Wohneigentum in Deutschland (bei großen regionalen Unterschieden) im Vergleich immer noch erschwinglich. (Der Erschwinglichkeits-Index der IVD kommt zu einem ähnlichen Ergebnis.) Generell präsentiert sich der Wohnimmobilien-Markt nach Ansicht der Analysten in Deutschland stabil.

Zwar ist München mit 5.600 Euro/m² nicht nur das teuerste Pflaster Deutschlands; es hat auch in Europa eine Spitzenposition inne und wird nur noch von London und Paris übertroffen. Doch liegt die bayrische Landeshauptstadt damit um 316% über dem deutschen Durchschnitt (1750 Euro/m²). Deutschland steht bei den absoluten Durchschnittspreisen nach wie vor im europäischen Mittelfeld, obwohl es zu den Ländern mit dem deutlichsten Preisanstieg in Europa gehört.

Am höchsten liegen die Durchschnitts-Preise in Großbritannien mit etwa 4.000 Euro/m² dicht gefolgt von Frankreich und Israel; in Ungarn liegen die Preise mit knapp 1.000 Euro/m² am niedrigsten.

Erschwinglichkeits-Index: Zwischen zwei und zwölf Jahresgehältern für 70 m²

Preise im Europa-Vergleich, IMMOVATION Kapitalanlage Immobilien

Beim Affordability/Erschwinglichkeits-Index geht es um die Frage, wie viel ein Käufer im Schnitt arbeiten muss, um sich seinen Wohntraum zu erfüllen. Die Deutschen stehen hier im europäischen Vergleich sehr gut da: Sie müssen nur etwas mehr als zwei Jahresgehälter für eine Wohnung von 70 m² aufwenden. Nur die Dänen müssen noch weniger für ihre Wohnung arbeiten. Am teuersten kommt der Kauf die Russen und Israelis, die zehn bzw. zwölf Jahresgehälter aufbringen müssen.

Verschuldungsgrad-Index: Deutschland unter dem europäischen Durchschnitt

Wichtig beim Vergleich der Wohnungsmärkte ist der Verschuldungsgrad: Dieser Index setzt das Gesamtvolumen der Hypotheken mit dem jeweiligen Brutto-Inlands-Produkt ins Verhältnis. Deutschland steht hier im Mittelfeld und unterhalb des europäischen Durchschnitts. Die Extreme markieren hier laut Deloitte Russland mit einem Prozentsatz in einstelliger Höhe sowie Dänemark und die Niederlande mit jeweils über 100 Prozent.

„Der Markt für Wohnimmobilien in Deutschland wird seine Erfolgsstory fortsetzen und ist aufgrund der guten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der konservativen Finanzierungspraxis der Kreditinstitute weiterhin stabil und daher attraktiv für inländische und ausländische Investoren“ so ein Sprecher.

Zur Studie: „Erstmals haben wir in unseren Property Index auch Irland, Portugal und Israel mit einbezogen. Die Analysen und Ergebnisse des Index spiegeln nicht nur die Ländersituationen wider, sondern geben auch wichtige Hinweise auf künftige Marktentwicklungen“ (Deloitte)

Quelle: www.konii.de

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