Frühjahrsgutachten: Preise steigen. Blase nicht in Sicht!

Branchen-News — By on 11. Februar 2013 12:58

Wohnimmobilien gehören zu den beliebtesten Investitionen der Deutschen. Dieser Trend ist ungebrochen.  Das bedeutet, dass auch für dieses Jahr ein Preisanstieg zu erwarten ist. Eine Immobilienblase ist jedoch nicht in Sicht.

Das sind zwei der Ergebnisse des Frühjahrsgutachtens, welches der ZIA (Zentraler Immobilienausschuss) dem Bundesbauministerium  im Februar überreicht hat. Der ZIA erwartet für dieses Jahr eine Steigerung der Mietpreise um 3% und der Kaufpreise um 5%! Harald Simons, einer der Autoren des Gutachtens erläutert dazu:  „Die Kaufpreise haben aber noch Nachholbedarf, weil die Mieten früher angestiegen sind.“ Im vergangenen Jahr sind die Mietpreise im Durchschnitt um 2,4% gestiegen, damit liegen sie etwas über dem Anstieg der Verbraucherpreise.

Deutschland ist nicht USA

Dr. Mattner, Präsident ZIA Foto: ZIA

Dr. Mattner, Präsident ZIA Foto: ZIA

Trotz des Booms und der Preisanstiege gibt es jedoch keine Anzeichen einer Blasenbildung auf dem Immobilienmarkt, erläuterte Simons.  Das zeigt sich, wenn man die vorliegenden Daten mit den Zahlen aus den Vereinigten Staaten vergleicht. Vor dem Ausbruch der Finanzkrise hatten sich dort die Preise von Häusern nahezu verdoppelt! Die verfügbaren Einkommen sind in dem entprechenden Zeitraum jedoch nur um ca. ein Viertel gestiegen.

In Deutschland ist die Entwicklung jedoch völlig anders: München ist eine der gefragtesten deutschen Städte; dort stiegen – anders als in den USA – die Einkommen von 2003 bis 2010 stärker als Preise für Eigentumswohnungen. Erst seit zwei Jahren steigen die Kaufpreise stärker. „Es gibt keine Finanzblase“, resümiert Andreas Mattner (Präsident der ZIA) – das hängt auch mit der konservativen Baufinanzierung in Deutschland zusammen. Das Baukreditvolumen ist gleichbleibend geblieben. Kredite oberhalb des Wertes der Beleihung sind selten. Für einen Großteil (70%) der Kredite besteht zudem eine feste Zinsbindung von über fünf Jahren, wie es in dem Gutachten heißt.

Der Aufwärtstrend ist bedarfsorientiert und nicht spekulativ

In Berlin, Hamburg und München sind die Mieten seit 2006 zwischen ca. 10% und 24% real gestiegen. Deutschlandweit ist jedoch für diesen Zeitraum für fast zwei Drittel (63%) der Wohnungen sogar ein Preisrückgang zu verzeichnen. Die Metropolen sind also die berühmte Ausnahme von der Regel. Wichtig ist vor allem: Hinter den Zahlen stehe eine fundamentale Entwicklung des Marktes und keine bloße Spekulation!

Dazu zwei Beispiele: Die Zahl der Menge der Haushalte sowohl in Berlin als auch in Hamburg ist in den letzten vier Jahren drei mal so stark gewachsen wie die Zahl der Wohnungen. Die Entwicklungen sind also bedarfs- und nicht spekulationsgesteuert. Simons, Vorstand von Empirica, zieht daraus den Schluss: „Wir befürchten, dass das Gerede darüber dazu führt, dass sich Investoren nicht trauen.“ Die Gerüchte könnten sich als stärker und hartnäckiger erweisen als die Fakten.

Die Entwicklung setzt sich fort: Ein weiterer Autor des Frühjahrsgutachtens, Michael Kiefer von Immobilienscout24, erwartet vor allem in den Städten einen weiteren Preisanstieg, denn dort sei die Wohnungsnachfrage 14-mal höher als in ländlichen Gegenden!

Quelle: www.zia-deutschland.de

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