Asset Based Bonds versus besicherte Unternehmensanleihen (Scope)

Branchen-News — By on 27. Dezember 2012 14:37

Diese interessante Analyse-Mitteilung von Scope wollen wir Ihnen nicht vorenthalten: Investoren setzen derzeit auf Sachwerte. Neu ist, dass sie immer stärker Anleihekonstruktionen nutzen. Am Markt präsent sind derzeit reine Asset Based Bonds und Unternehmensanleihen mit Sachwertbesicherung – sogenannte Secured Corporate Bonds.

Die Abgrenzung zwischen beiden Anleiheformen ist nicht immer eindeutig – die Übergänge sind zum Teil fließend. Der wesentliche Unterschied: Bei der einen Anleiheform steht das Asset im Zentrum, bei der anderen Variante dient das Asset nur als zusätzliche Absicherung.

Zweck des Asset Based Bond ist die Finanzierung des Asset

Bei einem Asset Based Bond ist der Emittent stets eine reine Zweckgesellschaft – ein sogenanntes special purpose vehicle (SPV). Diese Gesellschaft hat keinen weiteren Zweck als das Asset zu finanzieren. Die Anleihezinsen werden mit dem Cash Flow bedient, den die Bewirtschaftung des Assets generiert. Reicht der Ertrag nicht aus, um den Kupon zu bedienen oder kann das Kapital am Ende der Laufzeit nicht zurückgezahlt werden, bleibt der Verwertungserlös des Assets, um die Ansprüche der Investoren zu befriedigen.

Grundsätzlich gilt: Bei einem Asset Based Bond steht der Sachwert – bzw. der aus dem Asset generierte Cash Flow – im Zentrum der Anlageentscheidung. Das Investment steht und fällt mit der Ertragskraft und der Wertentwicklung des Sachwertes. Der Asset Based Bond ist daher als Alternative zu einem Fondsinvestment zu verstehen. Der Hauptunterschied: Bei einem Fonds sind Anleger Eigenkapitalgeber mit entsprechenden Mitspracherechten. Bei einem Asset Based Bond hingegen stehen sie auf der Fremdkapitalseite.

Secured Corporate Bond – Sachwerte zur Sicherheit

Die IPSAK ist ein Secured Based Bond. Das Salamander Areal ist das Rückgrat der Anleihe.

Die Anleihe der IPSAK mbH ist ein Secured Based Bond. Das Salamander Areal ist das Rückgrat der Anleihe.

Anders als bei Asset Based Bonds haben bei Secured Corporate Bonds die als Sicherheit dienenden Sachwerte nur ergänzenden Charakters. Anleger setzen in erster Linie auf die Bonität des emittierenden Unternehmens. Dieses ist auch keine reine Zweckgesellschaft, sondern ein Unternehmen mit einem Geschäftsbetrieb. Investoren vertrauen darauf, dass der Kupon und die Rückzahlung der Anleihe durch den Cash Flow aus dem operativen Geschäft des Unternehmens geleistet werden können. Kommt es zum Insolvenzfall, können Anleihegläubiger die Vermögenswerte des Unternehmens verwerten. Allerdings sitzen sie dabei mit anderen Fremdkapitalgebern in einem Boot und müssen sich Verwertungserlöse teilen.

Ein weiterer Unterschied zum Asset Based Bond: Der Anleiheerlös muss keineswegs in das als Sicherheit dienende Asset fließen. Bei der Mittelverwendung ist der Emittent wesentlich freier. Häufig verwenden Emittenten den Anleiheerlös, um andere Verbindlichkeiten abzulösen oder um in gänzlich neue Geschäftsbereiche zu investieren. Um das Ausfallrisiko einer Anleihe zu reduzieren, können Emittenten zusätzliche Sicherheiten für die Anleiheemission bereitstellen. Der Vorteil für Anleger: Sie können bei Zahlungsausfall neben der Substanz des Unternehmens die gestellten Sicherheiten vorranging vor anderen Gläubiger verwerten.

Quelle: Scope

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