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DTB 10/2019: Baukredite – Hohe Darlehen, schnelle Tilgung, lange Zinssicherheit

Dr Klein Trendindikator Baufinanzierung 10/2019: +++ Darlehen und Standardrate wieder höher +++ Tilgung bleibt über 2,8 Prozent +++ Zinsbindung rund 14 Jahre +++ Beleihungsauslauf leicht gestiegen +++

Darlehenshöhe und Standardrate steigen  wieder

Nachdem die durchschnittliche Kredithöhe für Immobilienfinanzierungen in den letzten beiden Monaten leicht zurückgegangen ist, zieht sie jetzt wieder an. Im Oktober nehmen Käufer und Bauherren im Durchschnitt rund 262.000 Euro für ihr Eigenheim auf – 3.000 Euro mehr als im Monat zuvor und genau so viel wie im August. Grund sind die weiter steigenden Immobilienpreise, wie sie auch der DTI von Dr. Klein ausweist. Zum Vergleich: Vor fünf Jahren, im Oktober 2014, betrug die Darlehenshöhe fast 100.000 Euro weniger (167.000 Euro).

Wer meint: „früher war alles günstiger“, liegt zumindest bei den Immobilienpreisen richtig. Die Baufinanzierung selbst war damals allerdings wesentlich kostspieliger. Stellt man die aktuelle standardisierte Rate für ein Darlehen von 150.000 Euro, zwei Prozent Tilgung, 80 Prozent Beleihungsauslauf und zehn Jahren Zinsbindung gegen die Rate von 2014, ergibt sich eine Differenz von 116 Euro – zugunsten des heutigen Darlehens. Im Oktober beträgt die monatliche Standardrate 399 Euro (plus 5 Euro im Vergleich zum September). Vor fünf Jahren waren es noch 514 Euro.


Dr Klein Trendindikator Baufinanzierung 10 2019
Dr Klein Trendindikator Baufinanzierung 10 2019

Fremdfinanzierter Anteil am Darlehen steigt weiter leicht

Gerade für jüngere Interessenten ist und bleibt das Eigenkapital der kritische Punkt, wenn es um die Finanzierung des Eigenheims geht. Die Immobilienpreise steigen nach wie vor. Will man einen relevanten Anteil davon aus eigener Tasche beitragen, muss deutlich mehr als vor zehn Jahren angespart sein. Im selben Maße wie die Preise verteuern sich auch Notargebühren, Maklerkosten und Grunderwerbssteuer – letztere wurden von den Ländern über die Jahre zusätzlich angehoben.

Zusammengefasst heißt das: Wer heutzutage neben den Nebenkosten noch 20 Prozent Eigenkapital einbringen kann, hat zumindest in Ballungsgebieten einen mittleren fünfstelligen Bereich angespart. Und das sind die wenigsten. Die Entwicklung des Beleihungsauslaufs spiegelt dies wider. Der fremdfinanzierte Anteil nimmt seit rund zwei Jahren sukzessive zu und beträgt seit einem halben Jahr mehr als 84 Prozent; im Oktober 84,62 Prozent und damit plus 0,15 Prozentpunkte im Vergleich zum September.

Forwards im Rekordtief, KfW-Darlehen holen auf

Die Nachfrage nach Forward-Darlehen bleibt weiter im Keller. Mit 6,41 Prozent ist er so gering wie noch nie. Das ist angesichts des stabilen Zinsniveaus nicht verwunderlich. Weil ein deutlicher Anstieg kurzfristig nicht zu erwarten ist, warten die meisten Anschlussfinanzierer ab, um Forward-Aufschläge zu reduzieren oder zu vermeiden. Wer sich aber nicht lange mit dem Thema beschäftigen will, sondern die zukünftige Anschlussfinanzierung zu günstigen Konditionen unter Dach und Fach bringen möchte, findet zurzeit sehr gute Bedingungen vor. Annuitätendarlehen bleiben mit 83,22 Prozent weiter stark nachgefragt.

Im Oktober machen die staatlich geförderten Darlehen der KfW wieder Boden gut. Nachdem sie vor einem Jahr nur rund 3,5 Prozent am gesamten Finanzierungsvolumen ausmachten sich in den letzten Monaten zwischen 4,5 und 5 Prozent bewegten, spielen sie jetzt mit einem Anteil von 6,32 Prozent wieder eine größere Rolle.


Der Dr. Klein veröffentlich den Trendindikator Baufinanzierung monatlich. Die IMMOVATION AG veröffentlicht die Daten regelmäßig in ihrem News Blog.

Quelle: www.drklein.de

Bildquellen:

  • Dr Klein Trendindikator Baufinanzierung 10 2019: Europace AG © Dr. Klein Privatkunden AG
  • Trendindikator Baufinanzierung: ©vege/ Fotolia.com