Phase zwei für Grundbuchzentralarchiv auf dem Salamander-Areal

Salamander-Areal, Top-Thema — By on 19. August 2014 11:54

Minister Stickelberger, Salamander-Areal, Kornwestheim, Immovation

Wenn Baden-Württembergs Justizminister Dr. Rainer Stickelberger persönlich kommt, hat das einen besonderen Anlass: Der Besuch des Ministers auf dem Salamander-Areal markiert den Beginn einer neuen Phase im Aufbau des Grundbuchzentralarchivs in Kornwestheim.

Seit März 2012 ist das Grundbuchzentralarchiv auf dem historischen Areal offiziell in Betrieb: Nach und nach werden alle Grundbuch-Dokumente aus den einzelnen Grundbuchämtern des Landes Baden-Württemberg überführt und zentral gelagert. Für diesen Zweck wird eine Fläche – größer als zwei Fußballfelder – von der IPSAK GmbH einer Projektgesellschaft der IMMOVATION-Unternehmensgruppe, Raum für Raum umgebaut. Bisher trafen im Grundbuchzentralarchiv nur Akten aus dem Landesteil Baden ein. Mit der Lieferung aus dem Notariat Heilbronn aus Württemberg hat Ende Juli 2014 die zweite Phase der Einlagerung begonnen.

Minister legt selbst Hand an

Justizminister Stickelberger ließ es sich nicht nehmen, selbst Hand anzulegen. Persönlich hob er einen Karton voller Akten von der Palette. Ein kleiner Schritt für den Minister, aber ein großer Schritt für das Salamander-Areal: Rund 100 Kilometer Akten werden aus dem württembergischen Raum angeliefert. Weitere 50 Kilometer stehen noch aus Baden an, von hier sind bisher bereits 30 Kilometer Akten im neuen Archiv angekommen.

Salamander-Areal: Akten sind schwerer als Schuhe

Für die Lagerung der wertvollen Dokumente ist die Traglast des Gebäudes der ehemaligen Schuhfabrik besonders gefordert: „Akten sind schwerer als Schuhe“ gab der baden-württembergische Justizminister zu bedenken. Umfangreiche Berechnungen zur Statik waren notwendig. „Ein beladenes Regal wiegt rund 12 bis 14 Tonnen“, erläutert Michael Aumüller, Leiter des Grundbuchzentralarchivs. Wichtig ist auch die richtige Temperatur: 16 Grad Celsius sollten es sein, mit einer Luftfeuchtigkeit von unter 15%. Damit diese Anforderungen strikt eingehalten werden, errichtet die IPSAK sogenannte „Kabinette“ in den umgebauten ehemaligen Produktionshallen. Dabei handelt es sich um ein Haus-in-Haus-System, mit dem die Klima-Bedingungen zentral überwacht und gesteuert werden können.

Zeitweise über 100 Mitarbeiter

„Damit wir zukunftsfähig bleiben, mussten wir das Grundbuchwesen neu aufstellen“, erläutert Stickelberger. „Ein gut funktionierendes, zeitgemäß organisiertes Grundbuchwesen ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“, so der Justizminister. In Zukunft sollen pro Jahr statt bislang zwölf Regalkilometern Akten 54 Regalkilometer in Kornwestheim angeliefert werden. Um diese Aktenberge zu erfassen, werden zeitweise über 100 Mitarbeiter beschäftigt sein. Ende 2017 sollen auf dem Salamander-Areal rund 182 Regalkilometer Akten verwahrt werden.

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