Kunstaktion: Das Geld liegt auf der Straße …

Journal — By on 29. August 2014 06:00

Das Medien-Interesse war groß: Der Focus, die Frankfurter Rundschau, der Hessische Rundfunk und viele andere berichteten über die Aktion des Künstlers Ralf Kopp. Der pflasterte die Straße bei einer Kunstaktion mit Geld und filmte was passiert.

Mit 54.000 Ein-Cent-Münzen formte der Künstler Ralf Kopp das Wort „Vertrauen“ auf der Zeil in Frankfurt. Wie würden die Passanten reagieren? Was würde stärker sein: Die Gier oder das Vertrauen? Der Künstler nannte die Kunstaktion: „Gier frisst: Vertrauen“.  Mit einer versteckten Kamera dokumentierte er den gesamten Zeitraum.

Was passierte? Während des Tages blieb das Geld unangetastet. Manche Passanten legten sogar Münzen hinzu. Und als ein Radfahrer die „Geldskulptur“ beschädigte, haben einige Passanten sie repariert.

Vertrauen aufgebraucht …

Doch im Schutz der Dunkelheit wurde innerhalb von eineinhalb Stunden alles abgeräumt. Das Experiment war vom Künstler eigentlich auf zwei Wochen ausgelegt worden. Zwei Stunden nach Mitternacht taucht zunächst ein Mann bei den 54.000 Münzen auf und stopft sich den Rucksack voll.  Wenige Minuten später bedient er sich ein weiteres Mal.

Von „Vertrauen“ sind jetzt nur die Buchstaben „auen“ übrig. Etwas später kommt ein gut gekleidetes Paar vorbei. Anfangs scheinen sie nur neugierig, doch kurz darauf kommen sie zurück und füllen eine Plastiktüte mit tausenden Cents.

Wesentlich mehr positive Erfahrungen mit Kunstaktion …

Die meisten Münzen haben in dieser Nacht jedoch vier Jugendliche genommen. Sie behielten das Geld aber nicht für sich, es landete bei einem Obdachlosen: „Er hat es nötiger gebraucht als wir“, erläuterten sie: Der Obdachlose hatte sie nachts angesprochen und um Geld gebeten. Kurz danach sahen sie die Cent-Stücke auf der Zeil –  kurzentschlossen holten sie den Mann und halfen ihm, das Geld aufzusammeln.

Der Künstler rechnete das zu den positiven Erfahrungen: „Ich bin sehr stolz auf euch und tief berührt“, meinte der Künstler im Gespräch mit den Jugendlichen. „Ich durfte wesentlich mehr positive Erfahrungen machen als negative“, resümiert der Künstler.

Quelle: Internetseite des Künstlers Ralf Kopp

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