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DTB 08/2018: 230.000 Euro – so hoch ist aktuell das durchschnittliche Baudarlehen in Deutschland

Branchen-News — By on 20. September 2018 12:16

+++ Darlehenshöhe nimmt weiter zu +++ Standardrate niedriger +++ längere Zinsbindung +++ Tilgung auf Vormonatsniveau +++ höherer Beleihungsauslauf +++

Grafik: DTB August 2018

Standardrate sinkt, Kredithöhe steigt

Die aktuelle Standardrate des Dr. Klein Trendindikators Baufinanzierung zeigt: Immobilienkäufer oder Hausbauer, die ihren Kreditvertrag im August abgeschlossen haben, profitieren von günstigen Konditionen. Der Wert ist gegenüber dem Vormonat abermals gesunken – von 460 auf 456 Euro – und befindet sich auf dem günstigen Niveau von Ende 2017. Der Wert berechnet sich für einen Kredit in Höhe von 150.000 Euro mit zwei Prozent Tilgung und 80 Prozent Beleihungsauslauf. Er spiegelt die aktuelle Zinssituation wider und macht die Rate über die Monate vergleichbar.

Die Darlehenshöhe dagegen steigt: Zur Finanzierung der eigenen vier Wände nehmen Darlehensnehmer immer mehr Geld auf, im August beträgt der durchschnittliche Baukredit 230.000 Euro. Das sind noch einmal gut zwei Prozent mehr als im Juli und fünfzehn Prozent mehr als vor einem Jahr.

Details sprechen für solide Finanzierungen

Die durchschnittliche Finanzierung im August zeigt solide Werte bei Zinsbindung, Tilgung und dem Beleihungsauslauf. Kreditnehmer sichern sich die Zinsen für rund 14 Jahre und mindern dadurch das Zinsänderungsrisiko, falls eine Anschlussfinanzierung folgt: denn nach Ablauf der langen Zinsbindung ist schon ein relativ großer Teil des Darlehens getilgt. Der anfängliche Tilgungssatz beträgt 2,77 Prozent – ein Wert, der für eine zügige Tilgung spricht. Er scheint sich deutlich unter den Bestwerten von rund drei Prozent einzupendeln, die wir Anfang letzten Jahres gesehen haben.

Seit einem halben Jahr nimmt der Beleihungsauslauf sukzessive zu. Der Anteil des Immobilienwertes, der durch die Kreditgeber finanziert ist, beträgt im August 82,16 Prozent. Der Eigenanteil geht damit zwar prozentual zurück, das bedeutet aber nicht, dass absolut weniger Eigenkapital eingebracht wird: In der Regel werden die Erwerbsnebenkosten wie Grunderwerbsteuer und Notargebühren aus eigener Tasche gezahlt – und die steigen mit den Immobilienpreisen. 

Weniger Interesse an Forward-Darlehen

Annuitätendarlehen sind in Deutschland der Klassiker bei der Finanzierung des Eigenheims: Bei fester monatlicher Rate verändern sich mit der Zeit die Anteile für Zinsen und Tilgung. Auch Forward-Darlehen funktionieren so – mit dem Unterschied, dass sich mit ihnen der aktuelle Zinssatz festschreiben lässt, selbst wenn der Kredit erst in einigen Jahren benötigt wird. Hierfür wird dann ein Zinsaufschlag fällig, abhängig von der Zeit, die es zu überbrücken gilt. Beim durchschnittlichen Immobiliendarlehen spielen Forwards eine relativ geringe Rolle: Im August macht ihr Anteil nur 8,15 Prozent aus.


Der “Dr. Klein Trendindikator Baufinanzierung” wird monatlich ermittelt und regelmäßig im News-Blog der IMMOVATION AG veröffentlicht. Quelle: www.drklein.de


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