Empirica Blasenindex: Gesamtindex legt im 3. Quartal 2017 um 5 Punkte zu

Branchen-News — By on 8. November 2017 14:24

Droht dem deutschen Wohnungsmarkt eine Preisblase? Diese Frage wird seit geraumer Zeit diskutiert. Das Institut empirica veröffentlicht in jedem Quartal einen Immobilienblasenindex.

Nicht jeder Preisanstieg birgt die Gefahr einer Blase, erläutert das unabhängige Forschungs- und Beratungsinstitut empirica. Doch eine allgemein anerkannte Definition für eine Preisblase gibt es nicht. Das Institut nimmt vier zusammenhängende Kriterien in Augenschein, denn nach Ansicht der Experten steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Immobilien-Blase, wenn …

  • die Kaufpreise schneller als die Mieten steigen,
  • die Kaufpreise schneller als die Einkommen steigen,
  • in spekulativer Erwartung immer mehr Wohnungen gebaut werden,
  • immer mehr Kredite aufgenommen werden

Von einer Erhöhung der (regionalen) Blasengefahr geht das Institut aus, wenn die Vergleichswerte aus dem Jahr 2004 bzw. die empirica-Neubauprognose signifikant überschritten werden. „Das Jahr 2004 steht für eine „Normalphase“, in der niemand eine Preisblase vermutet hat und der Markt eher leicht unterbewertet war“. Der empirica-Blasenindex ist gegenüber dem Vorquartal zwar leicht gestiegen, befinde sich aber „weiterhin unter dem Ursprungsniveau des Referenzjahres 2004“.

Quelle: empirica-institut.de

Blasenindex überschreitet Nulllinie

Der empirica-Blasenindex steigt weiter an, gegenüber dem 2. Quartal 2017 legt er um 5 Punkte zu. Damit überschreitet er erstmalig seit 13 Jahren die Nulllinie. Speziell der Einzelindex „Fertigstellungen“ (+10 Pkte) trägt laut empirica dazu bei. Kleinere Beiträge liefern „Preis-Einkommen“ (+6 Pkte) und “Vervielfältiger“ (+3 Pkte); Der Einzelindex „Wohnungsbaukredite“ bleibt unverändert.

Bauboom in der zweiten Reihe

Vor allem in den Städten der zweiten Reihe wird jetzt mehr gebaut, in einigen sogar über die Nachfrage hinaus. Das muss nach Ansicht von empirica kein Drama sein, schließlich wurden auch dort lange Zeit zu wenige Wohnungen errichtet. Gleichwohl lauern außerhalb der Schwarmstädte künftig die größeren Gefahren: neben (zinssteigerungsbedingten) Preiseinbrüchen drohen dort auch eher zunehmende Leerstände. Denn anders als in attraktiven Schwarmstädten gibt es empirica zufolge in der zweiten Reihe kaum Suburbanisierung und mithin kein Pufferpotential von Haushalten, die bei abklingenden Preisen wieder zurück in die Stadt ziehen (könnten).

Quelle: www.empirica-institut.de


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