Immobilien-Konjunktur-Index: Expo Real beschert Bestwerte und Allzeithoch

Branchen-News — By on 19. Oktober 2016 12:08

Warum ist die Expo Real so wichtiger Treffpunkt unserer Branche? Weil sie eine Standortbestimmung ist. Das heißt: drei Tage konzentrierte Gespräche, spannende Expertenrunden und ein bunter Strauß von Meinungen, bei denen man den aktuellen Stimmungen nachspüren kann. Was ergab die Standortbestimmung dieses Jahr? Nicht nur nach Ansicht von Pohl war sie “absolut positiv”, denn “Deutschland ist und bleibt ein robuster Immobilienmarkt”.

Spiegelt sich das auch in den Zahlen wieder? Ja: “Nach der Messe ist auch das Immobilienklima deutlich gestiegen, die Expo Real hat seither ihren Beitrag dazu geleistet”, erläutert Pohl. Nach wie vor besteht zwar ein Mangel an Angeboten für qualitativ gute Immobilien. Aber aufgrund einiger großer Deals sind die Zahlen gut: Sowohl der Investmenttransaktionen im dritten Quartal und auch der letzten neun Monate.

Qualität zählt! Die Stimmung ist gut, die Rahmenbedingungen ebenso. Aber natürlich sollte man deswegen nicht abheben, “eine gute „Erdung“ bei allen Entscheidungen ist wichtig”, mahnt Pohl und führt aus: Wir sollten uns immer bewusst sein, dass es zu einem Wechsel der Rahmenbedingungen und damit zu Preiskorrekturen kommen kann. Und dann zählt Qualität. Also, in Anlehnung an das diesjährig ungewöhnlich kalte Expo-Wetter, folgender Ratschlag: Immer einen kühlen Kopf bewahren!

Expo Real als Stimmungsmacher

Die deutschen Immobilien-Experten starten gut gestimmt ins vierte Quartal 2016. Das Ergebnis der 106. Monatsbefragung des Deutsche Hypo Immobilienkonjunktur-Index lässt erahnen, dass die Panel-Teilnehmer nach der Expo Real in München ein sehr positives Résumée ziehen konnten. Trotz der insgesamt schwächelnden Weltkonjunktur und der weiterhin nicht absehbaren Folgen der Brexitentscheidung für Deutschland schätzen die Experten in der Immobilienbranche die aktuelle Lage besser ein als noch im September 2016. Wie bereits im Vorjahr bewerteten die Panel-Teilnehmer die Lage nach der Expo Real erkennbar positiver. Eine derartige Stimmungssteigerung wie in diesem Jahr war es 2015 jedoch nicht (Oktober 2015: +3,9 %). Während die Immobilienkonjunktur unbeeindruckt von Stimmungen und Eindrücken nur leicht zunimmt, steigt das Immobilienklima um deutliche 6,5 Prozent auf 143,6 Indexpunkte an. Es bleibt abzuwarten, ob diese Euphorie nur von kurzer Dauer sein wird oder das Immobilienklima weiter steigt.

Börsensegment mit Allzeithoch

Die mit Abstand höchste Steigerung zeigt das Büroklima. Durch ein Plus von 9,5 Prozent klettert der Wert auf 146,3 Zählerpunkte und erreicht somit ein Allzeithoch. Über der 140-Punkte-Marke lag das Büroklima zuletzt im Mai 2011. Mit Zuwächsen von über 5 Prozent weisen die Segmente Handel, Logistik und Hotel ebenfalls eine sehr gute Performance auf. Mit 150,3 Zählerpunkten (+6,5 %) erreicht das Logistikklima einen Jahreshöchstwert. Nur im März 2015 wurde mit 153 Zählerpunkten ein höherer Wert registriert. Beim erst seit Ende 2015 erhobenen Hotelklima kann mit 144,7 Zählerpunkten (+6,6 %) ein absoluter Höchstwert verzeichnet werden. Mit einem Plus von 5,6 Prozent steht das Handelklima nun bei 123,5 Zählerpunkten, bleibt aber weiterhin auf dem letzten Platz. Eine vergleichsweise unspektakuläre Entwicklung ist beim Wohnklima erkennbar. Mit einem soliden Zuwachs von 0,8 Prozent auf 164,3 Zählerpunkte führt es unangefochten weiter das Ranking an.

Auch die Immobilienkonjunktur mit Bestwerten

Die auf immobilienökonomischen Hardfacts basierende Immobilienkonjunktur kann im Oktober 2016 zum dritten Mal in Folge einen Anstieg verzeichnen. Mit einem leichten Plus von 0,9 Prozent klettert der Kompositindikator auf 283,5 Indexpunkte und erzielt damit ein neues Allzeithoch. Demnach stimmt auf dem deutschen Immobilienmarkt die gefühlte Lage derzeit sehr gut mit der tatsächlichen Ist-Situation überein.


“Weiche” und “harte” Komponenten:

Die gefühlte Stimmung und ökonomische Kennzahlen

Die weit angelegte Befragung der Akteure auf dem Immobilien-Markt soll dabei das aktuelle Stimmungsbild der deutschen Immobilienwirtschaft ermitteln. Der Index setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: Zum einen wird die “gefühlte Stimmung” der Branche – das Immobilienklima – erfragt. Zum anderen sollen makroökonomische Kennzahlen aus harten, statistischen Kenngrößen die konjunkturelle Lage des Immobilienmarkts widerspiegeln.
Quelle: www.deutsche-hypo-index.de

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