Nach Brexit: Bauzinsen sinken in Deutschland erneut (FAZ)

Presseschau — By on 5. Juli 2016 11:23

Nachdem die Briten am 23.Juni 2016 für den Austritt Englands aus der EU gestimmt hatten, macht sich das auf dem deutschen Immobilienmarkt bemerkbar: die bereits historisch niedrigen Zinsen für Baudarlehen sinken laut FAZ noch weiter. Wir haben den Artikel der FAZ für Sie gelesen und im Folgenden zusammengefasst:

Immer mehr Kreditinstitute senkten in den letzten Tagen ihre Beleihungszinsen für Baudarlehen, obwohl diese sich bereits auf einem historisch niedrigen Niveau befinden. Der deutsche Immobilienmarkt profitiere laut FAZ von der Entscheidung der Bürger in Großbritannien – von Investitionen in Englands Immobilienlandschaft scheinen Kaufinteressenten nun lieber abzusehen – dafür erscheint ihnen Deutschland als sicheres Pflaster für ihre Geldanlage.

Kredite zu null Prozent als Werbegag

Darlehen zu Zinssätzen von weniger als einem Prozent seien laut FAZ „schon lange keine Seltenheit mehr“. Max Herbst von der FMH-Finanzberatung rechnet sogar mit einer weiteren Senkung der Bauzinsen. „Bis auf null Prozent würde es aber wohl nicht gehen“, so Herbst. Doch zwei Finanzdienstleister hätten allerdings zu Werbezwecken tatsächlich Kredite zu null Prozent angeboten. Die Beträge, um die es dort ging, waren allerdings erheblich niedriger als normale Hypothekendarlehen und hatten kürzere Laufzeiten. Herbst schätzt die Untergrenze der Bauzinsen in Deutschland auf ca. 0,6 Prozent.

Brexit-Auswirkungen in anderen Ländern

Auch außerhalb Deutschlands macht sich das Brexit-Votum laut FAZ bemerkbar: Seit der Entscheidung der Briten für den Austritt aus der EU fließen immer mehr Investitionen in Anlagen in dänischer Krone. Wie die FAZ erläutert, haben in Dänemark viele Baudarlehen variable Zinsen. Sie werden nicht wie hierzulande auf zehn bis fünfzehn Jahre festgeschrieben, sondern schwanken unter gewissen Bedingungen mit den Kapitalmarktzinsen. In Einzelfällen bedeutete dies, dass „kurzfristige Baudarlehen durchaus zu negativen Zinsen zu bekommen waren“. Das klingt nach einem sehr guten Geschäft, doch die sonstigen anfallenden Gebühren für Darlehen führten allerdings dazu, dass die Kreditnehmer ihr Geld nicht geschenkt bekamen, jedoch zu sehr niedrigen Gesamtkosten, wie die FAZ berichtet.

Mehr zum Thema Brexit und dessen Auswirkungen auf die Immobilienbranche lesen Sie hier.

Quelle: www.faz.net

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