Immobilien-Konjunktur-Index: Trotz „Dämpfer“ beim Klima: Werte für Immobilienkonjunktur „absolut positiv“

Branchen-News — By on 13. April 2016 11:16

Nachdem der Wert für das Immobilienklima sich im März erholt zeigte, sinkt er im April um 3,7 Prozent. Am stärksten davon betroffen ist das Büroklima. Allein bei den Asset-Klassen Logistik und Hotel steigen die Werte. Andreas Pohl erläutert: “Damit spiegeln unsere Umfrageergebnisse die Transaktionsvolumina des ersten Quartals wider, in dem Logistikimmobilien und Hotels ihren Marktanteil ausbauten und großvolumige Paket-Deals ausblieben.”

Produktarmut im Gewerbeimmobilienmarkt?

Nach Einschätzung Pohls kann man beim Markt für Gewerbeimmobilien seit einiger Zeit von einer “Produktarmut” sprechen. “Inzwischen könnte sich sogar eine „Produktnot“ abzeichnen”, wie er ergänzt, welche auch bei der monatlichen Index-Befragung zum Ausdruck kommt. Mit anderen Worten: Der hohen Liquidität in diesem Markt stehen nach seiner Einschätzung unzureichende Anlagemöglichkeiten gegenüber. Bei Gewerbeimmobilien kommt für viele Investoren kein Ausweichen auf B- bzw. C-Lagen in Frage.”Deswegen etablieren sich zu Büros alternative Asset-Klassen”, wie Pohl weiter führt.

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Quelle: https://www.deutsche-hypo-index.de/

Immobilienkonjunktur: “absolut positiv”

Ganz anders – nämlich “absolut positiv” – präsentieren sich die Werte für die Immobilienkonjunktur. In diese Zahlen fließen u.a. Werte wie der DAX, DIMAX und das ifo-Geschäftsklima ein. Nachdem die Werte zuvor nach unten tendierten, schneiden sie diesmal sehr gut ab: der Wert steigt im April deutlich um 2,9 Prozent.

100. Monatsbefragung des Deutsche Hypo: Stimmungsdämpfer zum Jubiläum

Das Immobilienklima präsentiert sich im Jahr 2016 zwar allgemein weiterhin auf einem hohen, aber nicht auf Spitzenniveau. Nach zunehmenden Verlusten stabilisierte sich der Wert zwar im März, aber wie sich nun herausgestellt hat, war es nicht mehr als eine Verschnaufpause. Die Experteneinschätzungen der 100. Monatsbefragung des Deutsche Hypo Immobilienkonjunktur-Index zeigen ein zunehmend eingetrübtes Stimmungsbild mit einem weiter sinkenden Immobilienklima. Sowohl das Investment- als auch das Ertragsklima müssen deutliche Verluste von 2,5 bzw. 5,0 Prozent auf 141,8 bzw. 124,8 Zählerpunkte verzeichnen. Insgesamt wurde beim Immobilienklima ein Minus von 3,7 Prozent auf 133,2 Zählerpunkte registriert. Einen Rückgang dieser Dimension gab es zuletzt im Juni 2015 (-4,4 %).

Büroklima verliert am stärksten

Die starken Verluste beim Immobilienklima resultieren aus den negativen Wachstumsraten beim Büro-, Handel- und Wohnklima. Den stärksten Rückgang von 5,6 Prozent auf 130,0 Zählerpunkte zeigt das Bürosegment. Unter dieser Marke lag es zuletzt im Juli 2015. Mit einem Minus von 4,7 Prozent auf 118,6 Zählerpunkte folgt das Handelklima. Hier liegt der Zeitpunkt mit einem annähernd schlechten Ergebnis sogar knapp 1,5 Jahre zurück. Beim Wohnklima sind die Verluste mit 2,6 Prozent zwar etwas geringer, doch nach dem Rückgang im März (-2,5 %) verliert es bereits zum zweiten Mal in Folge. Positive Tendenzen sind hingegen beim Hotel- und Logistikklima zu erkennen. Während erstgenanntes im Februar und März ein negatives Wachstum verzeichnen musste, wurde im April mit einem Plus von 0,5 Prozent ein Wert von 136,0 Zählerpunkten erreicht. Das Logistikklima steigt zum zweiten Mal in Folge leicht um 0,2 Prozent auf 141,4 Zählerpunkte.

Immobilienkonjunktur kriegt die Kurve

Seit Jahresbeginn wurden bei der Immobilienkonjunktur Monat für Monat Verluste verzeichnet. Doch im Gegensatz zum Immobilienklima können hier mit den ersten Frühlingsboten auch wieder positive Entwicklungsimpulse wahrgenommen werden. Mit einer deutlichen Steigerung von 2,9 Prozent klettert der Wert auf aktuell 275,2 Zählerpunkte.


“Weiche” und “harte” Komponenten:

Die gefühlte Stimmung und ökonomische Kennzahlen

Die weit angelegte Befragung der Akteure auf dem Immobilien-Markt soll dabei das aktuelle Stimmungsbild der deutschen Immobilienwirtschaft ermitteln. Der Index setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: Zum einen wird die “gefühlte Stimmung” der Branche – das Immobilienklima – erfragt. Zum anderen sollen makroökonomische Kennzahlen aus harten, statistischen Kenngrößen die konjunkturelle Lage des Immobilienmarkts widerspiegeln.


Quelle: www.deutsche-hypo-index.de

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