Initiative zur Erhaltung von Gestaltungs-Elementen des Robotron-Gebäudes in Dresden

Pressemeldung — By on 3. März 2016 10:00

Die IMMOVATION-Unternehmensgruppe will in Kooperation mit dem Amt für Kultur und Denkmalschutz Dresden einen letzten Versuch starten, weitere Zeugnisse der Dresdner Baukultur vor dem Abriss zu sichern. Anlass ist der Rückbau des Robotron-Bürogebäudes an der St. Petersburger Straße in Dresden. Hier plant die IMMOVATION-Unternehmensgruppe den Bau von Wohnungen.

Das Netzwerk Ostmodern, eine „Initiative zur Erhaltung von Zeugnissen der architektonischen Moderne der DDR“ hatte die fortschreitenden Abrissarbeiten zum Anlass genommen, über die Medien einen Appell an das Unternehmen zu richten, das auf dem gesamten Areal den Bau von bis zu 3.000 Wohnungen plant. Ostmodern hatte den Investor dazu aufgerufen, künstlerisch gestaltete Bleiglasfenster im ehemaligen Robotron-Gebäude vor der Zerstörung zu bewahren.

Erhaltenswerte Elemente bereits gesichert

Lars Bergmann, Vorstand der IMMOVATION AG: „Das Robotron-Gebäude steht nicht unter Denkmalschutz. Durch die frühzeitige Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde haben wir dennoch dafür Sorge getragen, dass eventuell erhaltenswürdige Gebäudeteile rechtzeitig gesichert werden.“ Die von der IMMOVATION mit dem Rückbau beauftragte Firma Nestler hat daher im Auftrag des Denkmalschutzamtes bereits verschiedene ausgewählte Elemente exemplarisch gesichert. Die künstlerisch gestalteten Bleiglasfenster an der Hofseite des Atriumgebäudes gehörten nicht dazu, so Dr. Bernhard Sterra vom Amt für Kultur und Denkmalschutz Dresden. Sie sollten im Auftrag des Denkmalschutzamtes von einem separat beauftragen Fachunternehmen ausgebaut werden. Die beauftragte Firma sei jedoch zu dem Schluss gekommen, dass der Ausbau der Fenster sehr problematisch und daher technisch zu aufwendig sei.

Sicherung der Bleiglasfenster – eine Herausforderung

Lars Bergmann: „Wir gehen zwar davon aus, dass die Einschätzung des Fachunternehmens zutrifft, aber wir wollen dennoch nichts unversucht lassen. Daher haben wir in Abstimmung mit dem Amt für Denkmalschutz jetzt vor, zusammen mit den Profis der Firma Nestler zu versuchen, zwei vollständige Fenster aus zwei Stockwerken zu entnehmen. Ob dies gelingt, wird erst der Versuch zeigen.“ Sollte der Ausbau gelingen, will das Unternehmen die Fensterelemente in die Obhut des Amtes für Denkmalschutz geben. Die Fenster sollen dann zusammen mit anderen gesicherten Elementen an das Lapidarium Dresden übergeben werden und auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein, so Dr. Bernhard Sterra.

„Mit der Planung eines Wohngebietes auf fast 100.000 Quadratmetern an der Altstadt Dresdens haben wir Verantwortung für einen Teil der künftigen baulichen Erscheinung Dresdens übernommen“, so Bergmann. Mit der Initiative zur Erhaltung eines Teils der gestalterisch herausragenden Elemente des RobotronGebäudes will die IMMOVATION dazu beitragen, dass auch Zeugnisse der jüngeren baulichen Stadtgeschichte erhalten bleiben.

[mso-immovation]

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