Immobilien-Konjunktur-Index: Vorzeichen auf eine „sonnige“ Mipim?

Branchen-News — By on 8. März 2016 16:55

Ende 2015 hieß es beim Deutsche Hypo-Index noch „Frühling im November“. Doch seither sanken die Werte bei Immobilienklima und -konjunktur in den monatlichen Umfragen für den Index. Ist dieser Trend nun gestoppt?

Immerhin fällt der Wert für das Immobilienklima nicht erneut, sondern weist sogar ein leichtes Plus von 0,1 Prozent auf. Auch für die Asset-Klassen Büro, Handel und Logistik sind leicht positive Entwicklungen zu verzeichnen! Zwar gibt es bei der Immobilienkonjunktur auch diesmal einen Rückgang, aber er ist nicht so stark wie noch im Vormonat. Sind diese Entwicklungen Vorzeichen der „sonnigen“ Mipim, fragt sich Andreas Pohl (Deutsche Hypo) … und bekräftigt: “Die Geschäfte laufen nach wie vor gut!” Die Rahmenbedingungen in Deutschland sind weiterhin gut. Und so wird es nach Einschätzung von Andreas Pohl auch bleiben. “Aber: Deutsche Immobilien werden deshalb auch weiter im Fokus der nationalen und internationalen Investoren stehen.” (Pohl)

Immobilienklima Maerz-2016

Quelle: www.deutsche-hypo-index.de

„Nachfrage-Rekord“ … doch die Schere wird größer

Wenn es möglich wäre, das Volumen der Nachfrage nach Immobilieninvestments statistisch zu erfassen, würde in diesem Jahr vermutlich ein Rekord aufgestellt werden, vermutet Pohl und fährt fort: “Da das Limit aber bei qualitativ guten Produkten liegt, wird die Schere zwischen Angebot und Nachfrage immer größer.” Die Gespräche und Diskussionen auf der Mipim im März werden diesen Eindruck unterstützen. Pohl geht “weiterhin von einem guten Jahr für die deutsche Immobilienwirtschaft aus. Uns allen wünsche ich in diesem Sinne eine gute Anreise nach Cannes und eine erfolgreiche Messe.”

Rückgang beim Immobilienklima vorerst gestoppt

Die Experten bewerten die Aussichten nicht mehr ganz so pessimistisch wie in den Vormonaten. Die Auswertung der 99. Monatsbefragung des Deutsche Hypo Immobilienkonjunktur-Index zeigt, dass trotz aktueller Unsicherheiten aufgrund der weiterhin anhaltenden Flüchtlingswelle die Akteure der Immobilienwirtschaft die damit verbundenen Risiken weitestgehend ausblenden.

Die leichte, aber dennoch kontinuierliche Verschlechterung des Immobilienklimas seit Dezember 2015 wurde im März gestoppt. Die Verbesserung von 0,1 Prozent ist zwar marginal, zeigt aber, dass die Risiken des Marktes neutraler beurteilt werden. Mit aktuell 138,3 Zählerpunkten hat sich das Immobilienklima stabilisiert und lässt auf eine wieder positivere Entwicklung in der nahen Zukunft hoffen. Die Zunahme resultiert dabei aus der Verbesserung des Ertragsklimas (0,8 %). Das Investmentklima fällt hingegen um 0,6 Prozent auf derzeit 145,4 Zählerpunkte.

Büro, Handel und Logistik im Plus

Während im Vormonat nur beim Wohnklima Zuwächse verzeichnet werden konnten, sind in der aktuellen Umfrage mit Büro, Handel und Logistik gleich drei Segmente im Plus. Mit einer Steigerung von 2,5 Prozent konnte beim Handelklima zwar die positivste Entwicklung festgestellt werden. Mit aktuell 124,4 Zählerpunkten rangiert es dennoch im Vergleich der Segmente weiterhin auf dem letzten Platz. Das Büroklima verbessert sich um 0,8 Prozent auf 137,6 Zählerpunkte und das Logistikklima um ebenfalls 0,8 Prozent auf 141,2 Zählerpunkte.

Die höchsten Verluste wurden beim Hotelklima registriert. Mit einem Rückgang von 3,8 Prozent steht es derzeit bei 135,4 Zählerpunkten. Dieser zweite Verlust in Folge hat zur Konsequenz, dass sich das Hotelklima nun hinter dem Logistikklima auf dem vorletzten Platz einordnen muss. Erstmals im laufenden Jahr rutscht auch das Wohnklima ins Minus. Durch den Rückgang von 2,5 Prozent verzeichnet es im März dennoch weiterhin hohe 162,8 Zählerpunkte.

Geringere Verluste bei der Immobilienkonjunktur

Die Immobilienkonjunktur zeigt im März 2016 das dritte Negativwachstum in Folge. Die Verluste sind mit 1,1 Prozent auf aktuell 267,6 Zählerpunkte jedoch nicht mehr so deutlich wie im Vormonat (-2,5 %). Es bleibt abzuwarten, ob sich die Immobilienkonjunktur adäquat zum Immobilienklima im kommenden Monat stabilisiert oder sich der Abwärtstrend weiter fortsetzen und in einer Trendwende münden wird. Eine negative Entwicklungsperiode, die länger als drei Monate angehalten hat, wurde zuletzt im Zeitraum Juli bis November 2014 festgestellt.


“Weiche” und “harte” Komponenten:

Die gefühlte Stimmung und ökonomische Kennzahlen

Die weit angelegte Befragung der Akteure auf dem Immobilien-Markt soll dabei das aktuelle Stimmungsbild der deutschen Immobilienwirtschaft ermitteln. Der Index setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: Zum einen wird die “gefühlte Stimmung” der Branche – das Immobilienklima – erfragt. Zum anderen sollen makroökonomische Kennzahlen aus harten, statistischen Kenngrößen die konjunkturelle Lage des Immobilienmarkts widerspiegeln.


Quelle: www.deutsche-hypo-index.de

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