Kassel-Marathon-Chef Aufenanger: „Wir werden noch aktiver“

Sport und Sponsoring — By on 4. Januar 2016 17:19

aufenangerÜber acht Monate sind es noch bis zum zehnten E.ON Kassel Marathon 2016 vom 16. bis 18. September. Doch schon lange ist das Organisationsteam fleißig in den Planungen für den Jubiläumsmarathon und Nordhessens größte Sportveranstaltung. Kurz vor Ablauf der ersten Frühbucher-Anmeldestaffel am 31. Dezember blickt Veranstalter Winfried Aufenanger nach vorn.

Am 31. Dezember läuft die erste Meldstaffel für den E.ON Kassel Marathon ab. Wie ist die Tendenz bei den Teilnehmerzahlen?
Winfried Aufenanger: „Der Trend ist sehr gut. Vor allem beim Marathon zeichnet sich eine Entwicklung nach oben ab. Allerdings ist ein Vergleich mit den Zahlen der Vorjahre objektiv nicht möglich, denn wir sind ja jetzt erst knapp neun Monate vor dem Marathon und nicht wie im Frühjahr viereinhalb. Unser Ziel für das Jubiläum ist es, dass wir dann den seit Bestehen des E.ON Kassel Marathon insgesamt 100.000. Läufer und den 30.000. Läufer beim Mini-Marathon am Start begrüßen können.“

Der neue Termin im Herbst wird also gut angenommen?
W.A.: „Wir haben bisher fast ausschließlich positive Rückmeldungen auf den neuen Termin. Auch deshalb bin ich überzeugt, dass sich die Teilnehmerzahlen weiter steigern. Außerdem glaube ich, dass die Wetterbedingungen im September für die Läufer besser sind und wir jetzt, da wir nicht mehr unmittelbar am Rennsteiglauf liegen, mehr Starter aus den neuen Bundesländern bekommen.“

Was sind die Schwerpunkte in den nächsten Monaten?
W.A.: „Wir werden in Kürze die intensive Arbeit in und mit den 17 Stützpunkten forcieren. Auch hier ist die Terminverschiebung in den Herbst sehr gut aufgenommen worden. Wir nehmen das Jubiläum zum Anlass, hier richtig in die Vollen zu gehen. Neben den bestehenden Standorten kommt im neuen Jahr auch ein offizieller Vorbereitungsstützpunkt bei unserem Partner Universität Kassel dazu. Da hoffen wir auf eine weitere Verbesserung für den MLP-Uni-Cup.“

Es gibt also schon jetzt viel Arbeit?
W.A.. „Wir wollen auch die Helferstruktur und uns insgesamt in der Organisation weiter entwickeln. Wir müssen aus verschiedenen Gründen einiges im personellen Bereich umorganisieren, das wird eine große Herausforderung. Dafür benötigen wir viele Helfer. Wir im Marathon-Büro und unsere Helferkoordinatorin Karoline Schmidt freuen uns deshalb über alle, die mithelfen wollen. Sie können sich schon jetzt bei uns melden.“

Gibt es Veränderungen auf der Strecke?
W.A.: „Die Strecke bleibt so bestehen, wie sie zuletzt war. Sie hat sich, das zeigt ein Blick auf die Zeiten, als schnell erwiesen. Der flache Kurs hat sich bewährt. Immerhin stellen wir mit Simret Restle-Apel (2:37:49) die schnellste deutsche Siegerin bei einem deutschen Marathon. Und unter allen Marathons in Deutschland liegen wir nach der Analyse durch laufreport.de mit sechs Prozent Finishern unter drei Stunden insgesamt an dritter Stelle. Das spricht eindeutig für die Strecke. Wir sind gespannt, was sich dann auf der neuen Friedrich-Ebert-Straße tut, ich gehe davon aus, dass hier eine noch größere Party gefeiert wird beim Marathon. Ich hoffe, dass wir die Stimmung in den 15 Stadtteilen, die wir durchlaufen, noch weiter nach vorn bringen können. Dazu werden wir auch wieder die Ortsbeiräte einbinden.“

Wer hat bis jetzt schon an Top-Startern zugesagt?
W.A.: „Mit Top-Mann Daniel Ybekal Berye, der in diesem Jahr mit 2:16:45 eine tolle neue Bestzeit in Berlin lief und bei der DM Fünfter wurde, sowie den in Frankfurt starken Marathon-Debütanten Thomas Schönemann und Nikolaj Dorka haben drei Spitzen-Athleten des PSV Grün-Weiß Kassel ihre Zusage gegeben. Die letztjährige Halbmarathon-Siegerin Ramona Wied (LG Wenden) ist ebenfalls wieder dabei. Ganz gezielt werden wir unser in diesem Jahr erfolgreiches Marathon-Projekt beim PSV diesmal beim Jubiläum vor heimischem Publikum umsetzen und eine große Gruppe darauf vorbereiten. Und wir laden alle Top-Läufer, die nicht die Norm für Olympia geschafft haben, gerne ein, in Kassel ihren olympischen Marathon zu laufen.“

Wird es für den Mini-Marathon Auswirkungen durch den neuen Termin geben?
W.A.: „Der Mini-Marathon ist in dieser Form einmalig in Deutschland. Hier ist wirklich die ganze Region auf den Beinen, die Startgebühren werden über Sponsoren abgedeckt, der Run ist ungebrochen. Wer über 5.000 Schüler an den Start bringt, kann darauf stolz sein. Wir sind mit vielen Lehrern bereits in Kontakt wegen des neuen Termins. Und wir lassen natürlich zu, dass Schüler aus den vierten Klassen, die der Wechsel in erster Linie betrifft, noch für ihre alte Klasse laufen. Jeder, der mitmachen will, kann sicher sein, dass er dabei ist. Für die Teilnehmer des Mini-Marathons am 17. September bieten wir in Verbindung mit dem Nordhessischen VerkehrsVerbund das attraktive Kombi-Ticket an.“

Gibt es weitere Projekte fürs Jubiläumjahr?
W.A.: „Wir werden unser Projekt Klimaneutrale Laufveranstaltung gemeinsam mit unserem Titelsponsor E.ON fortsetzen und hoffen, dass wir auch im dritten Jahr eine weitere Reduzierung des CO2-Ausstoßes erreichen können. Maßnahmen dazu sind in der Planung. Für die MarathonExpo haben wir schon schon jetzt zahlreiche Anfragen, sodass wir auch bei der Messe eine Qualitätserhöhung erreichen. Unser Partner Kassel Marketing startet im Juli wieder eine bundesweite Großflächenkampagne, die den Run auf Kassel und unsere Veranstaltung bestimmt vorantreibt.“

Der E.ON Kassel Marathon hat sich ja auch immer für Integration stark gemacht. Was ist für 2016 geplant?
W.A.: „Der Mini-Marathon ist ja hier ein sehr gutes Format, da findet Integration auf vielfältige Weise statt. Und auch unsere Athleten wie Daniel Ybekal Berye oder Elsa Kuma Zewde und die nun schon nächsten erfolgreichen jungen Läufer beim PSV sind beste Beispiele. Wir werden all das noch verstärken und Laufen als Möglichkeit für eine gelungene Integration darstellen. So sind hier wieder Vorbereitungsprojekte mit der Hephata Diakonie geplant, aber wir werden auch Gespräche mit den hiesigen Flüchtlingskoordinationsstellen führen.“

Zehn Jahre E.ON Kassel Marathon, was sind Ihre Wünsche fürs Jubiläum und das neue Jahr?
W.A.: „Persönlich wünsche ich mir, dass wir mit unserem kleinen Team genug Power haben, die großen Dinge umzusetzen, die wir uns vorgenommen haben. Für den E.ON Kassel Marathon hoffe ich, dass uns unsere Sponsoren weiterhin die Treue halten, denn sonst können wir das nicht stemmen. Weitere nordhessische Sponsoren sind gerne eingeladen, auf unsere Plattform zu kommen. Gespräche dazu führen wir momentan. Und dass wir auch im zehnten Jahr zeigen können, was es heißt, gemeinsam die Region zu bewegen und Kassel und Nordhessen erfolgreich in den Fokus rücken. Natürlich erhoffe ich mir auch die Unterstützung durch die Stadt Kassel. Und vielleicht, auch das wäre schön, gibt es zum Jubiläum neue Streckenrekorde.“


Sport und Sponsoring

Die Begeisterung für den Laufsport ist der Grund für unser Engagement: „Als Kasseler Unternehmen ist es uns wichtig, diese Sportveranstaltung in Nordhessen zu unterstützen. Auf diesem Weg können wir etwas für den Breitensport und die Gesundheit tun,“ erläutern die Vorstände Lars Bergmann und Lilia Nacke.

Seit 2015 sind wir Partner des Kassel Marathon, der größten Sportveranstaltung in Nordhessen. Außerdem fördern wir den Nordhessencup, eine beliebte Veranstaltung aus 17 Volksläufen in der Region. Doch wir sponsern nicht nur, wir laufen auch mit: Das Unternehmens-Team - die immo runners - ist bei vielen Laufveranstaltungen selbst dabei!

(Interview: Michael Küppers)

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