empirica-Blasenindex: “Bundesweit keine Preisblasen”

Branchen-News — By on 27. Januar 2016 15:23

Zwar sieht das Institut bundesweit betrachtet nach wie vor keine Preisblasen – aber die regionale Blasengefahr steigt weiter an, wie es in dem Quartalsbericht heißt.

In 199 von 402 Landkreisen/kreisfreien Städten wachsen nach den Berechnungen vom empirica die Mieten und Kaufpreise nicht mehr im Gleichklang. Zum Vergleich: Im Vorquartal lag der Wert bei 189, vor drei Jahren bei 99. Allerdings kann bislang nur in 14 Kreisen ein übermäßiges Neubauvolumen gemessen werden, was ein weiteres Indiz für eine Blasenbildung wäre. Im Vorquartal lag der Wert bei 9, vor drei Jahren lag er bei 6. Trotzdem sieht das Institut für mittlerweile 124 Kreise eine hohe Blasengefahr.  Im Vorquartal lag der Wert bei 110, vor drei Jahren bei 33.

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empirica-Blasenindex IV/2015

In den Top-7 Städten signalisiert der Indikator „Fertigstellungen“ Entwarnung

Zwar haben in den Top-7 Städten die beiden Indikatoren „Vervielfältiger“ und „Preis-Einkommens-Relationen“ beträchtlich zugelegt, doch der Indikator „Fertigstellungen“ signalisiert Entwarnung. Das heißt, dass der Preisanstieg nach Einschätzung der Experten ungefährlich ist, weil diese Städte für Auszubildende wie auch für Berufsanfänger attraktiv sind und der Zuzug überregional aus ganz Deutschland erfolgt. In diesen Städten gibt es einen überregionalen Zuzug aus ganz Deutschland, sie sind zum Beispiel sowohl für Auszubildende wie auch für Berufsanfänger attraktiv.

Ganz anders stellt sich die Situation nach empirica aber in Regensburg, Bayreuth, Landshut, Trier, Weiden/OPf. und Coburg dar: Zwar gewinnen auch diese Städte durch studentischen Zuzug, aber viele der Absolventen verlassen die Stadt wieder –  im Ergebnis stehen dort alle drei Indikatoren auf „rot“.

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empirica-Blasenindex IV/2015

“Bundesweit keinerlei Blasengefahr”

Der Gesamtindex misst nach Angaben des Instituts die Marktbreite. Er steigt zwar im Vergleich zum Vorquartal um 0,03 Punkte, liegt damit aber nach wie vor unter dem Ursprungsniveau des Referenzjahres 2004.  Die beiden Einzelindices „Preis-Einkommen“ und „Vervielfältiger“ steigen mit einem Plus von jeweils 0,05 überproportional. Während die Änderungen bei „Fertigstellungen“ (+0,01) und „Wohnungsbaukredite“ (+0,00) unterproportional ausfallen. Während alle Indices unterhalb des Normalwertes liegen, liegt der Index „Vervielfältiger“ erstmals deutlich über seinem „gefahrlosen“ Referenzwert.

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empirica-Blasenindex IV/2015

Gesamtindex Wachstumsregionen über “Normalwert”

Die steigenden Werte für die Vervielfältiger sowie die Preis-Einkommens-Relationen führen dazu, dass der Gesamtindex in Wachstumsregionen (delta Bevölkerung 2007-12>1%) über das Referenzniveau (+0,04 gegenüber dem Vorquartal) steigt und somit als einziger Indix über dem Normalwert liegt. Schrumpfungsregionen (delta Bevölkerung<-1%) steigen mit +0,02 hingegen weniger, Stagnationsregionen weisen ein Plus von +0,04 auf.

Quelle: empirica Preisdatenbank auf Basis www.empirica-systeme.de, IDN Immodaten GmbH, destatis, bundesbank und vdp

“Deutsche Spießer verhindern die Immobilienblase” (die Welt)

Die Welt schreibt: “In vielen deutschen Städten boomt der Immobilienmarkt, die Preise für Wohnungen und Häuser steigen unablässig, viele fürchten bereits eine Blase” und fragt, ob Deutschland ein ähnliches Szenario droht wie 2008 in den USA. Doch nach Ansicht des Autors gibt es “zumindest vorerst Entwarnung”. Wie kommt das? Der Grund ist, dass die Deutschen ihre eigenen vier Wände grundsolide finanzieren. Das folgt aus Zahlen die der Baugeldvermittler Dr. Klein & Co regelmäßig erhebt. Diesen Index finden Sie regelmäßig hier in unserem News-Blog: HIER.

Die Welt resümiert: “Die niedrigen Zinsen verführen die Deutschen also keineswegs zu riskanteren Finanzierungen. Sie folgen also ihrem Ruf als konservative „spießige“ Verbraucher.”
Quelle: www.welt.de

Ausblick bulwiengesa Immobilienindex:

Der deutsche Immobilienmarkt wird 2016 ein weiteres Mal Preiswachstum zeigen. Denn obwohl der aktuelle Immobilienzyklus weit vorangeschritten ist, gibt es derzeit keine Hinweise auf konkrete Immobilienblasen oder ein Ende des Aufwärtstrends. … HIER

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