Immobilien-Konjunktur-Index: Ende des Sommerlochs

Branchen-News — By on 2. September 2015 08:49

Sommerloch adé. War der Deutsche-Hypo-Index im Sommer eher von der Zurückhaltung der Immobilienexperten geprägt, sind die Profis nun wieder positiv gestimmt: Während die Temperaturen bald wieder fallen dürften, steigt das Immobilienklima deutlich auf 138,0 Punkte, um sich wieder seinem Jahreshöchstwert vom März zu nähern.

Was sind die Gründe dafür? Andreas Pohl (Deutsche Hypo) hebt „die Nachfrage ausländischer Investoren, die aufgrund des nach wie vor schwachen Euros hoch bleibt“  hervor. Und erläutert: „Diese fragen neben Büro- und Einzelhandelsflächen auch vermehrt Mehrfamilienhäuser nach und erhöhen damit den ohnehin vorhandenen Nachfragedruck auf dieses Segment.“ Das führt dazu, dass die Entwicklungen in nahezu allen Objektklassen nach oben zeigen, allein das Industrieklima verliert 1,5 %.

Auf hohem „Gipfel-Plateau“ …

Was bringt die Zukunft? Ob der Optimismus der Immobilienprofis zu einem weiteren Aufschwung führt, ist offen. Die Analysten der Deutschen Hypo erwarten allerdings, dass die Branche auf ihrem hohen „Gipfel-Plateau“ bleiben wird und nur mit kleinere Schwankungen zu rechnen sind, denn die Rahmenbedingungen nach wie vor äußerst positiv.

Deutliche Steigerung der Stimmung

Die 92. Monatsbefragung zum Deutsche Hypo Immobilienkonjunktur-Index hat unter den befragten Immobilienexperten im August 2015 eine deutliche Steigerung der Stimmung aufgezeigt. Das Immobilienklima stieg um ganze 6,1 % auf aktuell 138,0 Zählerpunkte. Mit einer Steigerung um 7,8 % zum Vormonat auf aktuell 130,5 Zähler konnte das Ertragsklima dazu noch stärker beitragen als das Investmentklima. Dieses stieg um 4,6 % auf 145,7 Punkte.

Höchsten Zuwächse für das Wohnklima

Drei der vier Klimasegmente konnten deutliche Steigerungen von über fünf Prozent aufweisen, nur das Industrieklima schwächelt im August etwas. Mit einem Rückgang um 1,5 Prozent liegt es nun bei 139,6 Zählerpunkten. Die höchsten Zuwächse verzeichnet hingegen das Wohnklima. Mit einem Plus von 6,7 Prozent auf 156,6 Zählerpunkte konnten die Verluste der vergangenen zwei Monate wieder kompensiert werden. Das Handelklima erreicht durch eine Steigerung von 6,4 Prozent auf 129,4 Zählerpunkte wieder das Niveau vom Mai 2015 und das Büroklima mit einem Zuwachs von 5,8 Prozent sogar einen Jahreshöchstwert von 135,7 Zählerpunkten.

Positives Zeichen

Im August 2015 wird der leichte Abwärtstrend der vergangenen Monate mit einem recht deutlichen Plus von 2,2 Prozent nicht nur gestoppt, sondern mit einem neuen Höchstwert von 269,8 Zählerpunkten sogar ein starkes positives Zeichen gesetzt.


“Weiche” und “harte” Komponenten:

Die gefühlte Stimmung und ökonomische Kennzahlen

Die weit angelegte Befragung der Akteure auf dem Immobilien-Markt soll dabei das aktuelle Stimmungsbild der deutschen Immobilienwirtschaft ermitteln. Der Index setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: Zum einen wird die “gefühlte Stimmung” der Branche – das Immobilienklima – erfragt. Zum anderen sollen makroökonomische Kennzahlen aus harten, statistischen Kenngrößen die konjunkturelle Lage des Immobilienmarkts widerspiegeln.

Quelle: www.immokonjunktur.de

[jpb-immovation]

Tags:

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen