Immobilien-Konjunktur-Index: Nur ein Dämpfer der Euphorie?

Branchen-News — By on 6. Juli 2015 08:53

Während draußen die Temperaturwerte Rekordniveau erreichen, büßt das Stimmungsbarometer des Deutschen-Hypo-Index 4,4 Prozent ein. Das ist der stärkste Rückgang des Jahres und der dritte in Folge. Dennoch: Besorgniserregend ist das aktuelle Ergebnis nicht, wie die Deutsche Hypo schreibt: „Mit jetzt 130 Punkten befindet sich das Immobilienklima ungefähr auf dem Stand des Jahresanfangs – und damit weiterhin auf hohem Niveau.“

Welche Gründe gibt es für die Entwicklung? Die Deutsche Hypo sieht zwei Aspekte: Einerseits die größer werdende Unsicherheit hinsichtlich der Zukunft Griechenlands und auf der anderen Seite haben Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Konjunkturprognosen für Deutschland etwas gesenkt.

Tatsächliche „Negativentwicklungen in der gewerblichen Immobilienwirtschaft nur vereinzelt zu beobachten“ heißt es im aktuellen Bericht – ob der Rückgang des Immobilienklimas mehr ist als ein Euphoriedämpfer bliebe abzuwarten.

Immobilienklima sinkt

Im auslaufenden zweiten Quartal 2015 schätzen die Experten des 90. Deutschen Hypo Immobilienkonjunktur-Index die aktuelle Lage erneut skeptischer ein. Das Immobilienklima ist im Juni zum dritten Mal in Folge gesunken. Mit einer Abnahme von -4,4 Prozent auf aktuell 130,0 Zählerpunkte ist der Rückgang deutlich höher und mehr als drei Mal so stark wie im Mai (-1,4 %). Das Immobilienklima liegt damit auf dem niedrigsten Stand des laufenden Jahres. Der Rückgang resultiert zu annähernd gleichen Teilen aus dem Sinken des Investmentklimas um -4,6 Prozent auf 138,6 Zählerpunkte und des Ertragsklimas um -4,1 Prozent auf 121,6 Zählerpunkte.

Nur Industrieklima weitestgehend stabil

Während im Mai zumindest das Wohnklima noch eine positive Entwicklung aufweisen konnte, mussten im Juni 2015 alle Segmente Verluste verzeichnen. Mit einem Rückgang von -6,3 Prozent auf aktuell 120,8 Zählerpunkte hat das Handelsklima jedoch am stärksten abgenommen. Damit liegt der Wert wieder auf dem Niveau vom Dezember 2014. Das Büroklima sinkt im Juni weiter und mit einem Minus von -4,0 Prozent sogar deutlich stärker als im Vormonat (-1,9 %). Aktuell steht das Büroklima damit bei 126,2 Zählerpunkten. Während das Wohnklima im vergangenen Monat noch einen Zuwachs von 0,7 Prozent verzeichnen konnte, musste es im Juni einen Rückgang von -2,9 Prozent hinnehmen und liegt nun bei 152,9 Zählerpunkten. Das Industrieklima bleibt in der aktuellen Erhebungsperiode mit 135,1 Zählerpunkten (-0,6 %) weitestgehend stabil.

Leichter Rückgang bei der Immobilienkonjunktur

Die zurückhaltende Stimmung bei den Immobilienexperten deckt sich mit der Entwicklung bei der Immobilienkonjunktur: Sie sinkt im Juni zum zweiten Mal in Folge. Der Rückgang fällt mit -0,5 Prozent aber nur marginal höher aus als im Vormonat (-0,3 %). Trotz der leicht negativen Tendenzen liegt der Wert mit aktuell 266,3 Zählerpunkten weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.

 


“Weiche” und “harte” Komponenten:

Die gefühlte Stimmung und ökonomische Kennzahlen

Die weit angelegte Befragung der Akteure auf dem Immobilien-Markt soll dabei das aktuelle Stimmungsbild der deutschen Immobilienwirtschaft ermitteln. Der Index setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: Zum einen wird die “gefühlte Stimmung” der Branche – das Immobilienklima – erfragt. Zum anderen sollen makroökonomische Kennzahlen aus harten, statistischen Kenngrößen die konjunkturelle Lage des Immobilienmarkts widerspiegeln.

Quelle: www.immokonjunktur.de

 

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