Aufträge im Bauhauptgewerbe im April 2014: real + 4,5 % zum Vorjahr

Branchen-News — By on 25. Juni 2014 14:58

Im April 2014 sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum April 2013 preisbereinigt um 4,5 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, nahm dabei die Baunachfrage im Hochbau um 1,4 % ab und im Tiefbau um 10,8 % zu.

Die Zahl der im April 2014 geleisteten Arbeitsstunden in Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen sank gegenüber April 2013 um 2,0 %. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im April 2013 die Zahl der Arbeitsstunden außergewöhnlich hoch gewesen war. Der Gesamtumsatz stieg gegenüber April 2013 um 9,0 % auf rund 5,2 Milliarden Euro. Ende April 2014 waren in diesen Betrieben des Hoch- und Tiefbaus 405 000 Personen tätig; das waren etwa 8 000 Personen mehr als ein Jahr zuvor (+ 2,0 %).

In den ersten vier Monaten 2014 stiegen die Auftragseingänge des Bauhauptgewerbes preisbereinigt um 5,7 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes betrug von Januar bis April 2014 rund 16,7 Milliarden Euro und lag damit um 20,1 % über dem Niveau der ersten vier Monate 2013. Die durchschnittliche Zahl der tätigen Personen erhöhte sich in diesem Zeitraum um 0,3 %.

IMMOVATION AG: Bauhauptgewerbe im April Kapitalanlage, Immobilien

Quelle: www.destatis.de

www.bauindustrie.de kommentiert:

Bauwirtschaft schaltet einen Gang zurück – Branche aber weiter auf Wachstumskurs: Umsatz legt um 9 % zu, Auftragseingang steigt um 6 %.

Nach einem ausgesprochen starken ersten Quartal mit zweistelligen Umsatz­zuwächsen schaltet die Bauwirtschaft im April einen Gang zurück, die Branche bleibt aber auf Wachstumskurs: Wie der Hauptverband der Deut­schen Bauin­dustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mit­teilt, lag der baugewerbliche Umsatz der Betriebe im Bauhauptgewerbe mit 20 und mehr Beschäftigten im April um nominal 9,1 % über dem entspre­chen­den Vorjahres­wert – für die ersten vier Monate ergibt sich damit ein Plus von 20,2 %.

Die Befürchtung, dass ein Großteil des Auftragsbestandes aufgrund der milden Temperaturen schon in den ersten drei Monaten des Jahres abgearbeitet wurde, ist – wie der Hauptverband erwartet hat – nicht eingetreten. Im Gegenteil – aufgrund der guten Auftragslage sind die Bestände weiter gestiegen: Die Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten meldeten für Ende März Auftrags­bestände in Höhe von 27,8 Mrd. Euro, das war der höchste März-Wert seit 1999. Im April kamen noch neue Aufträge hinzu – der Auftragseingang stieg um nominal 6,1 % (real: 4,5 %). Für den gesamten Zeitraum Januar bis April lag die Ordertätigkeit um 7,4 % über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (real: + 5,7 %).

Die Konjunktur zog im April in sämtlichen Bausparten weiter an: Das beste Gesamtergebnis wies der Wohnungsbau aus, dessen Umsätze und Auftrags­eingänge um 11,0 % bzw. 15,4 % über dem Niveau des Vorjahresmonats lagen (Jan.-Apr.: + 23,0 % bzw. + 14,7 %). Auch die Geneh­migungen sind in den ers­ten vier Monaten gestiegen: Die Zahl der neuen Woh­nungen in Wohngebäuden lag insgesamt um 7,4 % über dem Vorjahreswert, im Mehrfamilienhausbau sogar um 14,8 %.

Ausgesprochen gut abgeschnitten hat auch der Öffentliche Bau: Die Gebiets­körperschaften haben nicht nur offene Rechnungen beglichen (Umsatz: + 10,8 %, Jan.-Apr: + 26,6 %), sie haben auch neue Aufträge vergeben: Die Bauunter­nehmen meldeten für April einen Anstieg des Auftragseingangs von 4,0 % (Jan.-Apr.: + 0,8 %). Einziger Wermutstropfen ist die Entwicklung der Neubaugeneh­migungen im Öffentlichen Hochbau (veranschlagte Baukosten): Diese sind in den ersten vier Monaten um 29,4 % gesunken. Dies ist allerdings überwiegend auf einen statistischen Basis-Effekt zurückzuführen: Die Geneh­migungen waren im vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 88 % gestiegen.

Etwas weniger dynamisch entwickelte sich der Wirtschaftsbau: Die Bauunter­nehmen meldeten für April einen Anstieg des Umsatzes und des Auftragsein­gangs von 7,0 % bzw. 3,8 %. Diese unterdurchschnittliche Entwicklung ist aber kein Grund zur Sorge – die Unternehmen sind nach wie vor gut aufgestellt: Für den gesam­ten Zeitraum von Januar bis April wird ein zweistelliges Umsatz- wie auch Order­plus ausgewiesen (Jan.-Apr.: + 14,9 % bzw. + 10,1 %). Auch die Neubau­geneh­migungen im Wirtschaftshochbau sind gestiegen (+ 12,5 %); ins­beson­dere für Fabrik- und Werkstattgebäude wurden mehr Genehmigungen erteilt (Jan.-Apr.: + 30,0 %). Der Hauptverband sieht sich auch durch die aktu­ellen Umfrageergebnisse des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) in seiner positiven Ein­schätzung bestätigt: Demnach planen die Indust­rieunternehmen, ihre Investiti­onen im laufenden Jahr weiter zu erhöhen, dabei gibt sogar jedes dritte Unter­nehmen Kapazitätserweiterung als Motiv an.

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