empirica-Blasenindex: Keine Blasengefahr bei Wohnimmobilien (1. Quartal 2014)

Branchen-News — By on 6. Mai 2014 06:00

Das Berliner Institut empirica veröffentlicht in regelmäßigen Abständen den sogenannten „Blasenindex“. Nach Ansicht des Instituts ist der aktuelle Anstieg der Immobilienpreise ungefährlich, da Mieten, Preise und Einkommen „im Gleichklang“ steigen. Zwei weitere typische Anzeichen einer Immobilienblase sind nicht zu erkennen: Es gibt weder eine Aufblähung des Kreditvolumens noch ein Überangebot von Wohnungen. 

Daher kann – laut empirica – bundesweit „Entwarnung“ gegeben werden. Allerdings gibt es vereinzelte Regionen mit Vorwarnstufe. Regionale Preisblasen sind volkswirtschaftlich unproblematisch. Aktuell zeigt der Index für das 1. Quartal nur in Dortmund  – eine der zwölf größten deutschen Städte – grünes Licht, also einen „entspannten“ Wohnungsmarkt, während für alle anderen der Zwölf der Normalwert (gelb) zu verzeichnen ist. Zum Vergleich: Vor vier Jahren standen noch für acht der zwölf Metropolen die Zeichen auf grün.

Das Institut kommt zu dem Fazit, dass keine akute Blasengefahr gibt, jedoch Städte mit Vorwarnstufe.  Setzt man aber Einkommen und Fertigstellungszahlen im Neubau in Relation, ergibt sich  für keine der Städte eine Gefahrenlage.

Wohnimmobilien: Boom, aber keine Blase

Eine Studie des Instituts für Immobilienwirtschaft der Universität Regensburg (IREBS) zum Thema „Deutsche Wohnimmobilien als Kapitalanlage“, die im Auftrag der Deutschen Bank erstellt wurde, kam zu Beginn des Jahres zu einem ähnlichen Ergebnis:

  • Keine Anzeichen für flächendeckende Überhitzung trotz fortgesetzten Preisanstiegs
  • Immobilienanlagen wichtiger Beitrag zu Risikostreuung im Portfolio

Der deutsche Wohnimmobilienmarkt trägt Züge eines Booms. Von einer „Immobilienblase“ kann indes nicht die Rede sein.  Danach bleiben Häuser und Wohnungen für Anleger und Immobilienkäufer insgesamt erschwinglich, auch wenn für 2014 weiterhin steigende Preise erwartet werden.

Merkmale einer Blase fehlen

Trotz gestiegener Preise fehlen laut Studie der IREBS die typischen Merkmale einer „Immobilienblase“ wie eine lockere Kreditvergabe, eine Überhitzung der Wirtschaft und ein Auseinanderlaufen von Preis- und Mietentwicklung. „Das reale Kreditwachstum verläuft in Deutschland sehr moderat. Wir sind weit entfernt von einer Preisdynamik wie in Südeuropa oder den USA vor der Finanzkrise. Diese Zurückhaltung wirkt einer Übertreibung am Immobilienmarkt entgegen“, sagt Jochen Möbert. Der momentane Preisanstieg ist daher lediglich ein Zeichen einer Normalisierung: 2013 lagen die realen Preise für deutsche Wohnimmobilien noch deutlich unter dem Niveau, das sie Mitte der 1990er Jahre erreicht hatten. (Hier weiterlesen)

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