Immobilienboom – Jetzt noch einsteigen?

Branchen-News, Topic, Topic2 — By on 9. Dezember 2013 12:24

Es ist kein Geheimnis mehr, dass dank niedrigem Zinsniveau Finanzierungen und Kredite sehr günstig sind. In Deutschland investieren deshalb viele Menschen in Immobilien. Die Nachfrage ist hoch und die Preise steigen. Daher fragen sich viele: Lohnt die Investition jetzt überhaupt noch. Droht womöglich sogar eine Immobilienblase?

Die Zahl der Baufinanzierungen steigt stetig. Ist es nicht so, dass viele Menschen unbedacht auf ein Immobilieninvest setzen? Die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Wie der Trendindikator-Baufinanzierung zeigt, werden zurzeit ca. drei Viertel der Kosten über Darlehen finanziert, der Rest ist Eigenkapital. Das entspricht der allgemeinen Empfehlung zumindest 10 bis 20% Eigenkapital einzubringen. Baufinanzierungen, die fast ganz auf Pump setzen sind hierzulande die Ausnahme. Die Finanzierungen der Deutschen sind grundsolide.

Auch hier spielen die niedrigen Zinsen eine große Rolle: Da das Sparbuch kaum noch Erträge abwirft, verwenden viele das Ersparte als Eigenkapital, weil sie sich von einer Immobilie mehr versprechen. Eine Hoffnung, die nur berechtigt ist, wenn Lage und Ausstattung stimmen.  So gehen Investitionen in Immobilien auf dem Land zum Beispiel weiter zurück.  Sowohl Kapitalanleger als auch Selbstnutzer setzen eher auf Eigentum im städtischen Umfeld (HIER).

Positive Entwicklung setzt sich fort

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In den letzten Jahren zeigt die Entwicklung des Wohnungsbaus stetig nach oben: Von Januar bis September 2013 wurde in Deutschland der Bau von 202.100 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 13,5 % oder 24.000 Wohnungen mehr als in den ersten neun Monaten 2012. Die im Jahr 2010 begonnene positive Entwicklung bei den Baugenehmigungen im Wohnungsbau setzte sich damit weiter fort. (HIER)

Zudem können sich immer mehr Deutsche ihre eigenen vier Wände leisten. Das zeigen Zahlen von Interhyp, ImmobilienScout24 und des Statistischen Bundesamtes. Viele Deutsche rechnen mit einer Wertsteigerung ihrer Wohnung. Aber das ist für die meisten nicht der Grund zum Kauf. Das Gros erfüllt sich damit einfach einen lang gehegten Wunsch. Auch das spricht dafür: Auf die Frage „Würden Sie derzeit Ihre Immobilie verkaufen?“ antworten zwei Drittel  “Nein, Danke!” (HIER)

Der Trend zum Eigenheim lässt sich – ohne Ausnahme – in allen Bundesländern beobachten:

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Die bevölkerungsreichsten Länder weisen beim Wohnungsbau natürlich die Spitzenpositionen auf. Aufgrund der hohen Nachfrage sind die Preise in den vergangenen drei Jahren um 8,25% gestiegen. In Metropolen wie Hamburg, Berlin oder München sind Steigerungen bis zu 25% zu verzeichnen. In ländlicheren Regionen fällt die Preisentwicklung jedoch deutlich geringer aus. Insgesamt rechnen zukünftige Immobilienkäufer trotz der gestiegenen Preise weiter mit guten Rahmenbedingungen.

Angebot und Nachfrage

Auf der anderen Seite wachsen die Bedenken, es könne zu einer Immobilienblase kommen und damit zu drastischen Wertverlusten. Immer mehr ausländischen Investoren entdecken den deutschen Wohnungsmarkt für sich, berichtet die Bundesbank. Der entscheidende Punkt ist: Die Entwicklung der Preise lässt sich durch das Spiel von Angebot und Nachfrage erklären und basiert nicht auf Spekulationsgeschäften. Das Institut der deutschen Wirtschaft ging wiederholt dieser Frage nach, ob die steigenden Preise Zeichen für eine “Reale Nachfrage oder bloße Spekulation” sind.

In einem aktuellen Papier kommen das IW zu dem Fazit: “Die Analyse zeigt, dass sich derzeit keine spekulative Blase am deutschen Immobilienmarkt bildet und auch in nächster Zeit nicht damit zu rechnen ist.” (HIER)

Immobilien bleiben eine gute Wertanlage – wenn bestimmte Voraussetzungen beachtet werden

Auch wenn Experten nicht mit einer Immobilienblase rechnen – nicht jede Immobilie ist automatisch eine gute Wertanlage. Für eine lohnende Investition  sollten vor allem zwei Dinge genau geprüft werden: Die Lage der Immobilie und bei einer Bestandsimmobilie natürlich auch ihr Zustand. Darüber hinaus sollte der Käufer in der Lage sein, die  Kosten der Immobilie mit einem Eigenkapitalanteil von mindestens 10 bis 20% zu finanzieren, dann kann der Traum vom Eigenheim Wirklichkeit werden.

 

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