Wohnimmobilien zur Altersvorsorge – darauf sollten Sie achten!

Branchen-News — By on 6. November 2013 09:55

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Die eigenen vier Wände sind inzwischen die beliebteste Form, für das Alter vorzusorgen. Jeder dritte Berufstätige plant, zum Ausbau der Vorsorge ein Eigenheim zu erwerben (HIER). Doch worauf ist dabei zu achten, damit man keine Bauchlandung hinlegt? Das Deutsche Institut für Altersvorsorge hat zahlreiche Faktoren untersucht, die bei der Altersvorsorge mit Wohnimmobilien beachtet werden sollten. Wir stellen Ihnen einige Punkte vor. Am Ende des Artikels finden Sie den Link zum Download der Studie.

Viel stärkere Differenzierung nach Regionen erforderlich

Früher war alles anders. Auch auf dem Wohnimmobilienmarkt. In früheren Wohnungsmarktzyklen war es leicht: Überall stieg die Nachfrage und die Devise „Lage, Lage, Lage“ war eine verlässliche Orientierungshilfe bei Investitionen. Heute liegen die Dinge komplizierter: Was hier gilt, mag dort falsch sein. Die neue Devise heißt daher: „Region, Region, Region“. Das geht aus der jüngsten Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) hervor. In der Studie „Wohnimmobilien zur Altersvorsorge – Worauf muss man achten?“ untersuchte das Marktforschungsunternehmen empirica AG die Trends auf dem deutschen Wohnungsmarkt und die Kriterien für die Auswahl von Wohnimmobilien für die Altersvorsorge.

Welche Typen von Regionen sollte man man unterscheiden? Zum Beispiel Zuwanderungs-  und Abwanderungsregionen. In Zuwanderungsregionen steigt die Einwohnerzahl und damit die Zahl der Haushalte, das Angebot hält hier mit der steigenden Nachfrage oft nicht mit. Bei Abwanderungsregionen hingegen sinkt die Zahl der Einwohner und  Haushalte. In Schrumpfungsregionen, in denen es nur wenige Neubauten gibt, werden Wohnungen mit höherwertigen Qualitäten zur Mangelware. Hier können laut Studie Investitionen in anspruchsvolle Nischenprodukte für Familien, Senioren oder Singles aussichtsreich sein.

LILA-Lagen als Orientierungshilfen

Wo lohnen sich Investitionen? Gute Kandidaten sind LILA-Lagen: Dort ist die Landschaft schön, die Infrastruktur gut, die Lebensqualität hoch und das Arbeitsangebot reichlich. „Das muss nicht immer im Westen sein und es sind nicht nur die Städte. Auch im Osten, auf dem Land und in Kleinstädten gibt es gute LILA-Lagen“ (Dr. Reiner Braun). Hier ist allerdings besondere Vorsicht geboten: Ländliche Lage sind für Kapitalanleger mittlerweile oft uninteressant, wie eine weitere Studie, der Immobilien-Barometer zeigt (HIER).

nice lifeSchwarmstädte mit hoher Konzentration junger Menschen

Die Studie empfiehlt besonderen Augenmerk auf sogenannte Schwarmstädte zu legen. Das sind Städte mit weit überdurchschnittlichem Anteil der 20- bis 35-Jährigen. Junge Menschen konzentrieren sich heute viel stärker auf bestimmte Städte als in früheren Zeiten. So heißt es in der Studie zu Stuttgart beispielsweise: Stuttgart verjüngt sich durch Zuwanderung. Je mehr Zuwanderung durch junge Menschen eine Stadt auf sich vereint, desto lebendiger wird eine Stadt und desto eher stellt sich ein „junges Lebensgefühl“ ein. In der Folge werden mehr Kinder geboren und mehr Familienwohnungen gebraucht. Außerdem gelingt so eine Abkoppelung vom allgemeinen Trend zur Alterung. Die Stadt Stuttgart profitiert durch Zuwanderung junger Menschen. Zuletzt gehörte fast jeder vierte Einwohner (23 Prozent) in die Altersklasse von 20 bis unter 35 Jahren …

Keine Preisblase in Deutschland

Die Nachfrage ist stark gestiegen. Aber am deutschen Wohnungsmarkt sei bisher keine Preisblase in Sicht. Nach Ansicht der Autoren der DIA-Studie droht eine Blase, wenn sich Normalverdiener eine Immobilie nicht mehr leisten können, weil die Kaufpreise schneller steigen als die Mieten oder Einkommen, und in spekulativer Erwartung steigender Mieten oder Preise ohne Rücksicht auf die Nachfrage immer mehr Wohnungen gebaut und dazu immer mehr Kredite aufgenommen werden.

„Tatsächlich sind heutzutage Eigentumswohnungen eher preiswerter als vor rund zehn Jahren, die Fertigstellungen weitaus geringer und der Anteil neuer Wohnungsbaukredite am Bruttoinlandsprodukt nur geringfügig höher“, begründet Braun seine Einschätzung.

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Die Studie: Wohnimmobilien zur Altersvorsorge

Die Studie analysiert in Ergänzung zum deutschlandweiten Trend an den Immobilienmärkten die Situation in zehn Städten (Hamburg, Frankfurt a.M., Stuttgart, München, Berlin, Gelsenkirchen, Chemnitz, Dresden, Leipzig, Magdeburg) und steht auf den Internetseiten des Deutschen Instituts für Altersvorsorge zum Download zur Verfügung.

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