Warum die Immobilien-Preise auch in Zukunft weiter steigen …

Branchen-News, Topic, Topic3 — By on 20. September 2013 11:31

„Wir sind in einem fast idealen Szenario für die Immobilienmärkte: Gleich mehrere preistreibende Faktoren wirken parallel auf die deutschen Ballungsräume ein“ zitiert das Manager Magazin Carsten-Patrick Meier von Kiel Economics.

Der Volkswirt ist überzeugt, dass die Preise für Immobilien auch in den nächsten Jahren steigen werden. In einer Studie hat er drei Haupt-Preistreiber namhaft gemacht:

  1. Anhaltend niedrige Zinsen
  2. Wachsende Bevölkerungszahl
  3. Hochwertige Neubauprojekte

1. Anhaltend niedrige Zinsen

Darlehen für Immobilien sind zurzeit äußerst günstig. Kredite mit einer 10-jährigen Laufzeit sind beispielsweise für weniger als 3% Zins pro Jahr zu haben. Und bei einer 25-jährigen Laufzeit bleibt man unter 4%. Dank der niedrigen Raten können sich die Käufer höhere Preise leisten. Das ist nach Carsten-Patrick Meier der wichtigste Grund für die anhaltende Dynamik. Mit dieser Ansicht steht er nicht allein da.

Bis 2007 waren die Zinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) vergleichsweise hoch, was den Kauf einer Immobilie schwerer machte. Nun sind die Zinsen unten und gleichzeitig wächst die Deutsche Wirtschaft „vergleichsweise stark“. Hinzu komme die gesunkene „Arbeitslosigkeit“.  Also wächst die Zahl der Menschen, die sich den Kauf einer Immobilie leisten können. Die Nachfrage steigt und das treibt die Preise nach oben.

2. Wachsende Bevölkerungszahl

Es leben wieder mehr Menschen in Deutschland. Dank Zuwanderung ist die Bevölkerungszahl laut Carsten-Patrick Meier 2012 um 196.000 gewachsen und liegt nun bei 80,5 Mio. Ein vergleichbar hohes Plus gab es zuletzt vor 17 Jahren. Hinzu kommt:  Es werden immer mehr Quadratmeter Wohnraum pro Person beansprucht.

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Bis 2017 rechnet der Autor mit Preis-Steigerungen. Das Tempo wird aber gedrosselt. Für 2014 rechnet er mit Zuwächsen von knapp 8%.

3. Hochwertige Neubauprojekte

In vielen Großstädten entstehen zurzeit vor allem hochwertige Neubauprojekte. Die höhere  Wohnqualität hat ihren Preis, sie sind wesentlich teurer als Bestandsimmobilien. Besonders viel gebaut wird in Berlin: Mit über 200 Projekten verdoppelte sich dort die Zahl der Neubauvorhaben von Beginn 2012 bis Beginn 2013.

Carsten-Patrick Meier sieht allerdings  für die nahe Zukunft voraus, dass „das erhöhte Angebot dämpfend auf die Preise wirkt.“ Dennoch: Noch bis 2017 rechnet der Autor mit Preis-Steigerungen. Das Tempo wird aber gedrosselt. Für 2014 rechnet er mit Zuwächsen von knapp 8%.

Preise im Schnitt noch bezahlbar

Ungeachtet des Immobilien-Booms wohnen die Deutschen im Vergleich eher günstig. Das zeigen Daten der OECD: Setzt man Mieten und Einkommen ins Verhältnis, liegt der Wert heute um ein Fünftel unter dem Vergleichswert von 1980. Auch das spricht nach Ansicht des Instituts für weiter steigende Preise. Das heißt: Obwohl die Preise gestiegen sind, bleiben sie weiter bezahlbar. (Das gilt für die begehrtesten Viertel der Großstädte oft nicht mehr: Die Preissteigerung liegt dort weit über dem Bundesschnitt.)

Überhaupt: Für Deutschland sind Immobilienpreise, die steigen, ein eher ungewohntes Phänomen. Seit Mitte der 90er-Jahre waren sie – betrachtet man den Bundesdurchschnitt – gesunken.  Um 2007 stiegen sie zunächst leicht an, seit 2010 sind die Preise dann immer schneller gewachsen.

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