Immobilien-Konjunktur-Index: Sommerwetter – besser geht es fast nicht!

Indizes — By on 13. August 2013 16:31

Das Sommerwetter scheint auch den weiteren Aussichten auf den Immobilienmärkten eine freundliche Perspektive zu geben. Unser Deutsche Hypo Index dreht wieder ins Plus. Natürlich sind die gute EZB-Liquidität bei voraussichtlich weiter niedrigem Zinsniveau und die mäßigen, dennoch guten deutschen Konjunkturaussichten die wahren Treiber für die positiven Erwartungen.

Für alle Nutzungstypen bis auf Handelsimmobilien werden die Aussichten für das nächste halbe Jahr im Durchschnitt noch ein wenig besser beurteilt, als im vergangenen halben Jahr. Besonders für Industrieimmobilien gab es einen signifikanten Anstieg und der Wohnungsmarkt bleibt in der Beurteilung seiner Akteure der absolute Spitzenreiter. Der Immobilienmarkt verharrt also weiterhin auf seiner nun schon seit fast drei Jahren anhaltenden positiv gestimmten Plateauphase – mit nur kurzfristigen Ausschlägen nach oben oder unten. Das ist für einen zumeist zyklischen Markt ein Novum, welches der Index sehr gut veranschaulicht.

Noch überwiegen also die Chancen gegenüber den Risiken. Aber besonders das Risiko eines Marktabschwungs, etwa durch nachlassendes Investmentinteresse oder Überangeboten in Einzelabverkauf und Vermietung werden wir natürlich in den kommenden Monaten mit unseren Erhebungen im Auge behalten. Eine gute aktuelle Marktphase kann eben doch auch einmal zu Ende gehen.

Stimmung des Immobilienmarktes leicht  ansteigend

Trotz Rezessionen im Euro-Raum und der nur schwachen Erholung der Weltwirtschaft ergibt die 67. Monatsbefragung des Deutsche Hypo Immobilienkonjunktur-Index ein positives Ergebnis: Das Immobilienklima steigt. Mehr als die Hälfte der befragten Experten ist positiv bezüglich des deutschen Immobilienmarktes gestimmt. Seit Anfang des Jahres liegt das Immobilienklima auf einem stabil hohen Niveau.

Immobilienklima leicht gestiegen

In Folge der positiven Immobilienkonjunkturentwicklung ist auch die Stimmung der befragten Experten gut:  Das Immobilienklima ist um 1,1 Prozent auf 122,5 Zählerpunkte angestiegen. Die Zunahme resultiert insbesondere aus dem Wachstum des Investmentklimas (+1,8 %). Auch das Ertragsklima verzeichnet mit 0,3 Prozent einen leichten Anstieg.

Die Experten gaben an, dass mittelfristig das Investmentklima der prägende Baustein für die weiterhin positive Entwicklung des Immobilienklimas sein wird.

Industrieklima gewinnt an Dynamik

Das Industrieklima registriert in der aktuellen Monatsbefragung mit 4,5 Prozent das mit Abstand höchste Wachstum und liegt damit wieder über dem Handelklima.

Trotz der guten Stimmung der Experten wurde in der aktuellen Befragung beim Handelklima eine sehr geringe Abnahme von 0,03 Prozent registriert. Der Trend des ansteigenden Handelklimas und des sinkenden Industrieklimas der vergangenen Monate hat sich somit in der aktuellen Befragung nicht fortgesetzt.

Die anderen Segmente wurden von den Experten durchweg positiv eingeschätzt. So stieg auch das Büroklima im Juli um 2,3 Prozent auf 108,8 Zählerpunkte, wobei es nach wie vor das Schlusslicht der erhobenen Indizes bildet. Das Wohnklima Monatsbericht Juli 2013 2 liegt mit 164,3 Zählerpunkten weiterhin an der Spitze.

Immobilienkonjunktur nimmt leicht ab

Mit 225,3 Zählerpunkten wird die positive Entwicklung der Immobilienkonjunktur aktuell nicht weiter fortgesetzt. Die Immobilienkonjunktur liegt jedoch trotz der Veränderung um -1,1 Prozent zum Vormonat auf einem sehr hohen Niveau.


Zum Immobilien-Konjunktur-Index

Die Immobilienbranche ist einer der größten deutschen Wirtschaftszweige. Seit 2008 gibt eine umfassende und regelmäßige konjunkturelle Analyse dieser gesamtwirtschaftlich bedeutsamen Branche: Der monatliche Index wird von der Deutschen Hypo veröffentlicht.

Die weit angelegte Befragung der Akteure auf dem Immobilien-Markt soll dabei das aktuelle Stimmungsbild der deutschen Immobilienwirtschaft ermitteln. Der Index setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: Zum einen wird die“gefühlte Stimmung” der Branche – das Immobilienklima – erfragt. Zum anderen sollen makroökonomische Kennzahlen aus harten, statistischen Kenngrößen die konjunkturelle Lage des Immobilienmarkts widerspiegeln.

Quelle: www.immokonjunktur.de

Bild: Fotolia | Yuri Arcurs

Tags:

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen