Europäer: Wie sie wohnen, was sie zahlen!

Branchen-News — By on 20. Juni 2012 13:37

Der Deloitte-Report zur Wohnsituation in Europa geht der Frage nach, wie die Europäer wohnen und was sie dafür zahlen. Dazu wurden Daten in zwölf europäischen Ländern erhoben.

„Die Gesamthaushaltskosten für Wohnen liegen in Deutschland über dem europäischen Durchschnitt.

Die gute Nachricht dieser Untersuchung für den deutschen Wohnungsmarkt ist aber, dass hinsichtlich der Erschwinglichkeit von Wohnraum Deutschland im europäischen Vergleich an zweiter Stelle steht“

(Michael Müller, Leiter Real Estate bei Deloitte)

Der Report zeigt für Deutschland:

  • Deutschland hat 2011 die wenigsten Häuser und Wohnungen gebaut.
  • Die Preise für private Immobilien liegen im Mittelfeld (bei  deutlich höherem Pro-Kopf-Einkommen)
  • Deutschland verzeichnet die deutlichsten Preisanstiege

In Paris ist das Wohnen im Eigenheim am teuersten, in Budapest am günstigsten. Dänemark und Frankreich haben die höchsten Wohnkosten und Ungarn die niedrigsten! Die Punkte im Einzelnen:

Neubauten: Hier sind die Unterschiede in Europa sehr groß: Bei der Anzahl fertiggestellter Wohnungen pro 1.000 Einwohner ist Deutschland Schlusslicht der untersuchten Länder! Interessant ist die „Neubau-Tendenz“: In Italien und Belgien war sie zwischen 2008 und 2011 steigend. In Dänemark und insbesondere in Spanien stark fallend.

Bestand: Der europäische Schnitt liegt hier bei 474 Wohnungen pro 1.000 Einwohner. Damit liegt Deutschland hinter Spanien und Frankreich auf Platz 3. Auch bei großen Appartements (mit 5 oder mehr Räumen) ist Deutschland mit Großbritannien und Spanien in der Spitzengruppe. Kleine Wohnungen finden sich am ehesten in Ungarn, Polen und Tschechien. Polen liegt zudem mit 355 Appartements pro 1.000 Einwohner hinten.

Haushaltskosten: Die Kosten für für Wohnraum, wie Miete oder Instandhaltung liegen im europäischen Durchschnitt bei 3.200 Euro pro Einwohner im Jahr. Pro Haushalt liegen die Kosten bei 5.800 Euro. Deutschland liegt an Platz vier, hinter Dänemark, Frankreich und Österreich. Am Ende der Skala liegen Polen und Ungarn. Osteuropa liegt bei den Kosten zwar hinten, aber aufgrund des hohen Sanierungsbedarfs ist ein Anstieg zu erwarten.

Verkaufspreise: Die teuerste Stadt ist Paris. Es folgen mit deutlichem Abstand: London, Mailand, Marseille und Rom. In Ungarn und Tschechien liegen die günstigsten Städte. Deutschland liegt – trotz des Preissprungs in 2010 und 2011 – im hinteren europäischen Mittelfeld. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass der deutsche Immobilienmarkt sehr uneinheitlich ist. „Angebot und Nachfrage treffen selten in einem regionalen Markt zusammen.“ (www.kon-ii.de)

So lange muss man für seine Wohnung arbeiten: Der Schnitt liegt zwischen sechs bis neun Jahren Arbeit für 70 m² Neubau. Nur Dänemark und Deutschland liegen darunter. Ein Däne muss dafür nur 2,43 Jahre arbeiten! Fast vier mal so viel arbeitet ein Franzose dafür (9,1 Jahre)!

Verschuldung: Wer Wohneigentum kauft, verschuldet sich in aller Regel. Der Verschuldungs-Grad eines Landes ist das Verhältnis von Gesamt-Schulden und Bruttosozialprodukt. Der Schnitt in Europa liegt bei: 52 %. Am unteren Ende der Skala sind die Tschechen mit 13 %.

Oben stehen Dänen und Niederländer mit über 100 %.  Deutschland liegt mit knapp 50 % im Mittelfeld. Die Deutschen sind damit im Vergleich „mäßig verschuldet“. (www.kon-ii.de)

Quelle:  www.kon-ii.de

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