Risikoprämie für Geschlossene Fonds steigt (Scope)

Branchen-News — By on 22. Mai 2012 09:23

Die Scope Group hat die prognostizierten Renditen Geschlossener Fonds und die Verzinsung deutscher Staatsanleihen miteinander verglichen. Das Ergebnis spricht deutlich für Geschlossene Fonds.

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Hier die Analysemitteilung im Wortlaut.  Quelle: www.scope.de

„Scope hat die Prognoserenditen Geschlossener Fonds und die Verzinsung deutscher Staatsanleihen miteinander verglichen. Ergebnis: Der Renditeunterschied nimmt seit 2007 kontinuierlich zu.

Die Umlaufrenditen deutscher Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren sind von 4,2 Prozent im Jahr 2007 stetig auf 2,4 Prozent im Jahr 2011 gesunken. Im diesem Jahr liegt der bisherige Durchschnitt bei nur 1,5 Prozent. An dieser Entwicklung lässt sich die hohe Verunsicherung an den Finanzmärkten seit Ausbruch der Krise aufzeigen. Die Nachfrage nach deutschen Staatsanleihen ist seitdem deutlich gestiegen – die Renditen sind entsprechend gesunken.

Die von Initiatoren Geschlossener Fonds in den Fondsprospekten in Aussicht gestellten Renditen sind seit 2007 ebenfalls nahezu kontinuierlich gesunken. Über alle Segmente sanken die prognostizierten Vor-Steuer-Renditen von durchschnittlich 7,3 Prozent im Jahr 2007 auf 6,7 im vergangenen Jahr. Fonds, die in den ersten Monaten dieses Jahres emittiert wurden, stellen Zeichnern jährliche Renditen von 6,9 Prozent in Aussicht. Eine Erklärung, weshalb die Renditen seit 2007 sanken, sind erschwerte Finanzierungsbedingungen und der damit einhergehende geringere Leverage-Effekt. Außerdem hat die erhöhte Konkurrenz um alternative Assets die erzielbaren Renditen gedrückt.

Dass die Renditen Geschlossener Fonds deutlich über denen von deutschen Staatsanleihen liegen, lässt sich mit deutlich höherem Risikoprofil erklären. Auffällig ist jedoch, dass der Renditeunterschied in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat. Im Jahr 2007 lagen die prognostizierten Renditen Geschlossener Fonds 3,1 Prozentpunkte über dem Zinsniveau deutscher Staatsanleihen. Im Jahr 2011 betrug der Unterschied hingegen schon 4,3 Prozentpunkte. In den ersten vier Monaten 2012 beträgt der Renditeunterschied sogar 5,4 Prozentpunkte. Diese Entwicklung deutet einerseits auf eine Übertreibung im Markt für deutsche Staatsanleihen hin. Darüber hinaus jedoch zeigt es, dass die Risiko- und Illiquiditätsprämie für Geschlossene Fonds weiter gestiegen ist.

Zur Vergleichbarkeit der Renditeangaben beider Asset-Klassen muss jedoch einschränkend erwähnt werden, dass die von den Initiatoren prognostizierten nicht mit den tatsächlichen Renditen übereinstimmen müssen. Der Grund: Die tatsächliche Rendite einer Geschlossenen Beteiligung lässt sich erst nach Fondsauflösung und Veräußerung des Investitionsobjektes ermitteln.“

Die ersten dokumentierten Performance-Ergebnisse der KG-Beteiligungen weisen plan- bis überplanmäßige Werte aus. (Scope)

Inwiefern stimmen die von der IMMOVATION AG prognostizierten mit den tatsächlichen Renditen überein? In diesem Zusammenhang ist für die Anlageentscheidung sicherlich von Bedeutung, dass die Scope Group das Management der IMMOVATION AG auf den Prüfstand gestellt hat. Das Ergebnis der eingehenden Untersuchung: Ein glattes „A”.

Aufsichtsrat* und neuer Vorstand der IMMOVATION AG auf dem Weg in die Zukunft: v.l.n.r. York Hilgenberg*, Dirk Lassen-Beck*, Lars Bergmann, Dr. Heidemarie Krüger*, Peter Mutscher, Gerald Hofmeister, Lilia Nacke

Die Analyse umfasst dabei neben den Bereichen Unternehmensstruktur, Managementkompetenz auch die Performance der Fonds, die in diesem Zusammenhang natürlich besonders aussagekräftig ist. Die  IMMOVATION AG hat bisher drei Fondsbeteiligungen mit dem Schwerpunkt Wohnimmobilien in Deutschland auf den Markt gebracht. Der aktuelle Immobilienfonds der 3. KG wurde Ende 2010 emittiert. Scope kommt dabei zu folgendem Ergebnis: „Die ersten dokumentierten Performance-Ergebnisse der KG-Beteiligungen weisen plan- bis überplanmäßige Werte aus.“

Auf Grundlage der umfassenden Daten der Leistungsbilanz von Pricewaterhouse-Coopers mit Stand vom 31.12.2010 kommt Scope zu dem Schluss, dass die Ausschüttungen der zwei platzierten Fonds (1. und 2. KG) „prospektgemäß geleistet wurden”. Der aktuelle Fonds der 3. KG befindet sich zurzeit in der Platzierungsphase. Scope stellt darüber hinaus fest, dass „bei allen Fonds bezüglich Liquiditäts- und Tilgungsleistungen Planüberschreitungen festgestellt werden konnten, die auf eine sehr gute Managementleistung zurückzuführen sind”.

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