Handelsblatt: Wo die Immobilienpreise steigen

Branchen-News — By on 21. November 2011 14:51

Die Preise von Häusern und ETW steigen u.a. aufgrund der Finanzkrise deutschlandweit.  Für Hausbesitzer sind das gute Nachrichten. Das Handelsblatt geht davon aus, dass sich der Anstieg noch eine Weile fortsetzen wird. Welche Regionen sind davon besonders betroffen, bzw. profitieren davon am Meisten? Das Handelsblatt zitiert dazu den Volkswirt Harald Simons vom Beratungsinstitut Empirica:  „Die Preise steigen nicht nur in einigen ausgesuchten Orten, sondern fast flächendeckend.“

Laut Immobilien-Verband-Deutschland (IVD) kostet 1 m² ETW (mittlere Güte) ca. 980 EUR. Das ist immerhin ein Plus von 2,5 % gegenüber dem Vorjahr. Im Schnitt kostet ein Einfamilienhaus zurzeit 200.000 EUR; das  ist 1% mehr als noch im Vorjahr. Eigentumswohnungen sind sogar 5% teurer geworden.

Das Kaufinteresse hält dabei weiter an. Das berichten laut Handelsblatt die Immobilienmakler der Sparkassen und Bausparkassen. Insbesondere in Ballungsgebieten machen sich Kaufwillige auf die Suche nach geeigneten Objekten. Stephan Kippes, Professor für Immobilienmarketing an der Hochschule Nürtingen-Geislingen meint dazu:

„Wenn die Wirtschaftslage sich verschlechtert, verschwindet die Nachfrage nach privaten Wohnimmobilien nicht einfach, sondern sie wird nur zurückgestellt. Sobald der Arbeitsmarkt wieder besser dasteht, kommt die Nachfrage zeitversetzt, aber mit höherer Dynamik wieder zurück.“

Das schlägt sich auch in gestiegenen Preisen für gebrauchte Immobilien nieder. „Da uns die niedrigen Zinsen voraussichtlich noch eine Weile erhalten bleiben, wird auch der Anstieg beim Preisniveau weitergehen“, zitiert das Handelsblatt Harald Simons von Empirica. “ Wie lange wird sich der Trend  nach oben fortsetzen? Und haben wir es nicht bereits mit einer Preisblase zu tun? Das Handelsblatt prognostiziert, dass sich die Preissteigerungsraten der letzten zwei, drei Jahre nicht noch mehre Jahre halten werden. Hartwig Hamm, Verbandsdirektor bei den Landesbausparkassen (LBS) meint laut Handelsblatt: „Ohnehin kann von einer Preisblase keine Rede sein. Die Preise sind immer noch günstig, im Schnitt bleiben sie hinter den Werten des Jahres 2000 um mehr als zehn Prozent zurück.“

Das Handelsblatt weist auf einen weiteren wichtigen Grund, warum Neubauten höhere Preise aufweisen: Es sind die höheren Standards, die die Bauträger seit einigen Jahren einhalten müssen, sagt Andreas Fohrenkamm, Geschäftsführer des Baukonzerns NCC Deutschland. „In den deutschen Großstadt-Regionen sind unsere Kosten in nur vier Jahren um bis zu 40.000 Euro pro Wohneinheit gestiegen.“

Nach Fohrenkamms Einschätzung sind zumindest 50% der erhöhten Kosten beim Bau auf strengere Energiesparverordnungen und Normänderungen zurückzuführen. „Deshalb rühren die höheren Verkaufspreise für Neubauwohnungen auch nicht von Spekulantenaktivitäten her, sondern sind zu einem erheblichen Teil schlicht kostenbedingt. Das ist ein großer Unterschied zwischen Deutschland und anderen europäischen Ländern“ wird Fohrenkamm vom Handelsblatt zitiert.

Quelle:  Handelsblatt

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